Vom Mittelmeer zum Atlantik

Eine Wanderreise von Barcelona über Andorra durch die Pyrenäen nach Bilbao

Eine ASI-Reise vom 25. Juni bis 9. Juli 2016

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de


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6. Tag Donnerstag 30. Juni:
Heute steht ein Ortswechsel an. Wir verlassen Andorra und werden die Pyrenäen entlang nach Benasque fahren. Zuerst kaufen wir aber kurz vor der Grenze in einem Supermarkt noch diverse Sachen für zwei Picknicks ein, die wir während den nächsten Wanderungen als Mittagessen haben werden.
 
Wir fahren überwiegend die N260 zwischen Vorpyrenäen und Pyrenäen entlang. Unterwegs machen wir noch in der Ortschaft Sort halt. Sort bedeutet auf Katalanisch Glück, und besonderes Glück scheint hier eine in ganz Spanien bekannte Lotterieannahmestelle zu verbreiten. In 10 Jahren kam der Hauptgewinn "El Gordo" der Weihnachtslotterie 5 Mal aus der Verkaufsstelle "Die Goldhexe" in Sort. Selbstverständlich muss unser Fahrer Pedro hier auch ein Los kaufen.
 
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Auf der Fahrt nach Benasque
 
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Wie ein Gemälde von Cézanne
 
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Spaniens erfolgreichste Lottoannahmestelle im
Ort Sort (Glück)
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In Sort
 
 
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Abendessen im Hotel in
Benasque mit Kapelle
Nachdem wir noch über mehrere Pässe fahren, kommen wir im Valle de Benasque in den Zentralpyrenäen an. Direkt geht es - nein nicht etwa zum Hotel - sondern in ein Restaurant zum Mittagessen. Wir haben schließlich schon 15:30 Uhr, als das sehr reichliche Mittagessen auf dem Tisch steht. Danach laufen wir die paar Meter zum Hotel. Den restlichen Nachmittag bis zum wieder sehr opulenten Essen am Abend um 20:30 Uhr versuchen Andrea und ich mit einem Sparziergang durch Benasque wenigsten ein paar Kalorien zu verbrauchen. Der Ort ist ein Touristenort und hat seine Hauptsaison im Winter, die Geschäfte haben zwar alle auf, aber viele Hotels sind im Sommer geschlossen. Zwischen reichlichem Mittagessen und ebenso reichlichem Abendessen liegen gerade mal vier Stunden. Als Zugabe gibt es heute sogar noch ein Ständchen von einer einheimischen Blaskapelle, wenigstens dies hat keine Kalorien.
 
7. Tag Freitag 1. Juli:
Heute werden wir von unserem Bus ein kurzes Stück bis zum Eingang des Valle de Estòs gebracht. Es gehört zum Parque Posets-Maladeta und ist für seine Blumenwiesen bekannt. Das Wetter ist mit stark bewölkt zu bezeichnen, ab und zu schaut sogar mal die Sonne durch die Wolken. Eine Stunde geht es sehr steil nur aufwärts durch Kiefernwald, dann öffnet sich eine Lichtung und wir haben den malerischen kleinen See Ibón Batisielles erreicht.
 
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Im Valle de Estòs
 
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Am See Ibón Batisielles
 
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Rostrote Alpenrose
-Rhododendron ferrugineum-
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Kleinfrüchtiger Affodill
-Asphodelus aestivus-
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Wanderung zum
Refugio de Estos
Nach einer kurzen Pause wandern wir weiter Richtung des Refugio de Estòs. Da die Wolken keine allzu gute Fernsicht zulassen, können wir uns ganz den Blumen widmen. Unsere Rucksäcke sind heute etwas schwerer, denn in dieser Selbstversorgerhütte soll es ein Picknick geben, und die Utensilien dafür haben wir auf alle Personen verteilt. In der Hütte gibt es dann auf 1.960 m eine wirklich zünftige Brotzeit. Es fehlt an nichts.
 
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Akelei
-Aquilegia vulgaris-
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Gelber Alpenmohn
-Papaver rhaeticum-
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Das Valle des Estòs
 
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Refugio de Estòs 1.960 m
 
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Mittagessen im
Refugio de Estòs
Anschließend machen wir uns auf den Abstieg zum Ausgangspunkt im Talboden. Hermann meint, an einer Stelle wachse sogar die seltene Pyrenäen-Lilie, doch als wir dort ankommen, geraten wir in einen derart starken Regenguss, dass an fotografieren nicht zu denken ist. Für die Statistiker noch folgende Daten der Wanderung (➚600 m ➘600 m ➙17,6 km 🕒7,0 h).
 
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Im Valle des Estòs
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Gelber Enzian -Gentiana lutea-
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Fest in Benasque
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Fest in Benasques
Zurück im Hotel wird geduscht, und dann spaziere ich mit Andrea noch durch den Ort, bis uns auffällt, dass alle Einheimischen unterwegs sind, und alle sich in eine Richtung zu einem kleinen Dorfplatz begeben. Dahin machen wir uns natürlich auch auf. Es gibt dort eine Bühne mit einer Kapelle und ganz vielen Menschen aller Altersschichten die in Tracht gekleidet sind. Wir meinen, die Kapelle übt noch, weil sie ständig das gleiche Stück spielt, doch dann beginnen die Menschen sich in einer Schlange spiralförmig der Platzmitte tanzend zu nähern, aber mit welcher Ausdauer. Es dauert eine ganze Stunde bis die Mitte erreicht ist, und wir bewundern die Kondition der Tänzer, die immer zur gleichen Musik sich drehend ein paar Schritte nach vorne tanzen. Mit dem Erreichen der Mitte wird dann die Spirale genauso nach außen tanzend wieder aufgelöst.
 
Für uns steht dann nur noch das Abendessen im Hotel an. Dieses Mal gibt es als Zugabe eine Probe des hauseigenen Fruchtlikörs.
 
8. Tag Samstag 2. Juli:
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Auf dem Plan de Aguallut
Wir fahren mit unserem Bus nach Besurta. Dort steigen wir in einen Shuttle Bus um, der uns bis zum Eingang des Tals Plan de Aguallut bringt. Dieses Tal besteht aus zwei großen Ebenen, die durch eine Steilstufe voneinander getrennt sind. Wir wandern ziemlich eben los. Der Himmel ist wie schon gestern stark bewölkt, die Sonne lässt sich nur sehr selten blicken.
 
Nach einer kurzen Pause erreichen wir nach der Steilstufe das obere Tal, das wir komplett durchwandern. An seinem Ende führt ein weiter Aufschwung zum Coll de Toro hinauf. Eigentlich sollen wir von hier aus ins Val d' Aran auf die französischen Pyrenäen sehen können, aber die Aussicht wird von starkem Wind, der ständig Wolken zum Pass treibt, verhindert. Hier liegt ein schöner See, an dem wir unser Mittagspicknick halten. Wir nehmen einen großen Felsblock als Tisch in Beschlag, und dann wird aufgetischt. Trotz der Kühle hier oben schmeckt es ausgezeichnet.
 
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Auf dem Plan de Aguallut
 
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Wasserfall im Plan de
Aguallut
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Im Plan de Aguallut
 
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Kurzer Aufstieg zur höheren
Ebene des Plan de Aguallut
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Gegen Ende des Tals wird
die Landschaft wilder
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Aufstieg zum Coll de Toro
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Am Coll de Toro
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Das Buffet wird aufgebaut
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Es reicht für alle
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Alpen Enzian -Gentiana alpina-
Anschließend geht es den gleichen Weg zurück (➚450 m ➘450 m ➙13,2 km 🕒5,0 h). An der Shuttle Bus Haltestelle kennt Hermann noch eine Gaststätte mit sehr gutem Bier. Leider kommt der Bus sehr schnell, und die Zeit reicht nur für ein Bier.
 
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Echtes Fettkraut
-Pinguicula vulgaris-
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Die Blütenpracht ist herrlich
 
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Wundklee -Anthyllis vulneraria
ssp. pyrenaica-
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Gebirgs-Veilchen
-Viola tricolor ssp. subalpina-
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noch eine letzte Pause ....
 
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... und am Abend ist Fußball
Europameisterschaft
Im Restaurant werden wir heute besonders behandelt. Für uns wird nicht im Speiseraum gedeckt, sondern an der Bar vor dem Fernseher, denn heute ist Fußballeuropameisterschaft angesagt, Deutschland gegen Italien, Gott sei Dank ist Spanien schon ausgeschieden, sonst hätte es mit unserer Parteinahme problematisch werden können.
 
 
 
 
 
 
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