Vom Mittelmeer zum Atlantik

Eine Wanderreise von Barcelona über Andorra durch die Pyrenäen nach Bilbao

Eine ASI-Reise vom 25. Juni bis 9. Juli 2016

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de


Übersicht 1.-2. Tag 3.-5. Tag 6.-8. Tag 9.-12. Tag 13.-15. Tag Druckansicht Home

 
3. Tag Montag 27. Juni:
hier zum Foto klicken
Kloster Montserrat
hier zum Foto klicken
Kloster Montserrat
Heute steht ein Ortswechsel nach Andorra an. Wir verlassen direkt nach dem Frühstück Barcelona, und nach einer guten Stunde Fahrtzeit erreichen wir den Berg Montserrat mit dem gleichnamigen Benediktinerkloster. https://de.wikipedia.org/wiki/Kloster_Montserrat Auf dem Weg vom Parkplatz zum Kloster sieht man an der Anzahl der Verkaufsstände, dass das Kloster ein Haupttouristenziel ist. Wir sind ziemlich früh, so hält sich die Zahl der Touristen noch in Grenzen, doch in der Klosterkirche ist die Warteschlange schon so lang, dass wir es aufgeben, an der berühmten Mariendarstellung vorbeizupilgern.
 
Stattdessen fahren wir mit der Standseilbahn 250 Meter hinauf zum Aussichtspunkt San Juan. Hermann wollte zuerst hinauf laufen und dann herunterfahren. Aber die Entscheidung für die umgekehrte Reihenfolge ist richtig, denn es ist sehr warm, und obwohl wir zurück zum Kloster nur abwärts laufen, kommen wir ganz schön ins Schwitzen. Der Weg ist sehr aussichtsreich und von Blumen gesäumt. Wieder am Kloster angekommen, hat die Zahl der Touristen jetzt sehr stark zugenommen.
 
hier zum Foto klicken
Kloster Montserrat
 
hier zum Foto klicken
Kloster Montserrat
 
hier zum Foto klicken
Standseilbahn zum
Aussichtspunkt San Juan
hier zum Foto klicken
Aussicht von Montserrat
 
hier zum Foto klicken
Abstieg ohne Schatten
 
hier zum Foto klicken
Kratzdistel -Cirsium-
 
hier zum Foto klicken
Schöne Blüte am Weg
 
hier zum Foto klicken
Der gesägte Berg
"Montserrat"
hier zum Foto klicken
Montserrat
 
hier zum Foto klicken
Vorpyrenäen auf der Fahrt
nach Andorra
Wir fahren vom Kloster wieder zurück ins Tal, um im ersten Ort in einem Restaurant sehr früh unser Mittagessen einzunehmen. Großen Hunger haben wir eigentlich noch nicht, eher Durst, aber das 4-Gänge Menü ist sehr gut, der Wein aber auch und das bei dieser Wärme, aber wir fahren nach dem Essen ja nur noch. Da die Weiterfahrt nach Andorra jedoch ziemlich lang ist, bekommen wir nach der Mittagsruhe im Bus doch noch etwas von der Landschaft zu sehen. In Andorra angekommen, versorgen wir uns noch mit Wasser und Obst, und gegen 19 Uhr sind wir im Hotel in Ordino.
 
hier zum Foto klicken
Das wird unser Stammtisch
in Ordino in Andorra
Essen gehen will eigentlich niemand mehr, das Mittagessen wirkt noch nach, nur etwas trinken. Aber wohin gehen, bei einer 150 Meter langen Hauptstraße mit zwei Gaststätten fällt die Wahl nicht allzu schwer. Vor einer sind ein paar Sonnenschirme aufgebaut, und man sitzt da ganz schön. Nach einiger Zeit gesellen sich Hermann und Pedro zu uns, was die Bedienung aber wenig zu interessieren scheint. Nachdem die zwei sich beschweren, bekommen sie nun erst recht nichts, worauf sie einen Lokalwechsel vornehmen.
 
 
 
 
4. Tag Dienstag 28. Juni
hier zum Foto klicken
Start zur Wanderung
hier zum Foto klicken
Aufstieg aus dem Vall d'Incles
Heute haben wir unsere erste Wanderung in den Pyrenäen. Pedro bringt uns zum Ausgangspunkt in das Vall d'Incles. Hier steigen wir anfangs durch Wald, dann über Bergwiesen zu einem See auf, wo wir eine Rast einlegen. Sowohl das Wetter als auch die Aussicht sind erstklassig. Die Berge sind gelb mit blühendem Ginster überzogen. Nach der Rast wandern wir nun stetig abwärts zu den Berghütten im Talboden.
 
 
 
hier zum Foto klicken
Ginster
 
hier zum Foto klicken
Rostrote Alpenrose
-Rhododendron ferrugineum-
hier zum Foto klicken
Aufstieg zum See
 
hier zum Foto klicken
See im Vall d'Incles
 
hier zum Foto klicken
Oberhalb des Vall d'Incles
 
Andrea und ich hätten hier gerne mehr Zeit verbracht, um die Aussicht und die vielen Blumen zu genießen, aber das ist die Krux bei ASI-Reisen, es ruft immer ein gutes Mittagessen, und so sind wir gegen Mittag wieder am Bus, der uns in die Hauptstadt Andorra la Vella bringt. Und richtig, hier geht es zuerst in eine Pizzeria, wo für uns das Mittagessen bestellt ist.
 
hier zum Foto klicken
Beim Abstieg
 
hier zum Foto klicken
Pyrenäen-Lilie
-Lilium pyrenaicum-
hier zum Foto klicken
Im Vall d'Incles
 
hier zum Foto klicken
Trichterlilie
-Paradisea liliastrum-
hier zum Foto klicken
Kleinfrüchtiger Affodill
-Asphodelus aestivus-
hier zum Foto klicken
Natternkopf
-Echium vulgare-
hier zum Foto klicken
Schwefel-Küchenschelle
-Pulsatilla alpina ssp. apifolia-
 
hier zum Foto klicken
Akeleiblättrige Wiesenraute
-Thalictrum aquilegiifolium-
 
hier zum Foto klicken
Andorra la Vella
 
 
hier zum Foto klicken
Hauptstraße von Ordino,
150 m lang mit unserem Stammtisch
Nach dem Essen laufen wir noch kurz durch die Stadt. Sie ist in ein sehr enges Tal gebaut, baulich hat sie nichts zu bieten. Man merkt, dass Andorra ein Steuerparadies ist. Es gibt fast nur Banken, und alle exklusiven teuren Luxusmarken sind vertreten, aber zum Shopping sind wir nicht hier, und außerdem haben wir auch nur das Wanderportemonnaie dabei.
 
So sind wir relativ früh am Nachmittag wieder in unserem Hotel in Ordino und haben dadurch noch einige freie Zeit. Damit wir auch ja einen guten Platz bekommen, werden die sonnenbeschirmten Tische vor dem Restaurant für spanische Verhältnisse sehr früh wieder von uns in Beschlag genommen.
 
5. Tag Mittwoch 29. Juni
Wenn man die Wanderdaten von gestern (➚450 m ➘550 m ➙9,0 km 🕒4,3 h) mit denen von heute vergleicht, (➚750 m ➘750 m ➙8,0 km 🕒4,0 h) erkennt man, dass es heute kürzer aber sehr viel steiler sein wird. Es soll auf den Pic de Casamanya (2.740 m) gehen, einen Aussichtsberg der allerersten Güte.
 
Als wir den Bus am Startplatz verlassen, haben wir zum ersten Mal in diesem Urlaub Wolken am Himmel. Am Anfang geht es noch ziemlich sanft durch einen Kiefernwald aufwärts. Während wir den Wald hinter uns lassen, ändern sich zwei Dinge, jetzt wird es richtig steil, und der Himmel hat sich jetzt vollkommen zugezogen. Dies veranlasst einen Teil der Gruppe, den Gipfelanstieg gar nicht erst in Angriff zu nehmen. Wir anderen kämpfen uns zum Gipfel empor. Dort angekommen wird es der kürzeste Gipfelaufenthalt meines Lebens, zwei Fotos, Fotoapparat in den Rucksack packen, Regensachen anziehen und Abstieg, denn gerade als wir den Gipfel erreichen, fängt es an zu schütten.
 
hier zum Foto klicken
Sehr steiler Aufstieg
zum Casamanya
hier zum Foto klicken
La Massana
 
hier zum Foto klicken
Gleich wird es regnen
 
hier zum Foto klicken
Gipfel des Casamanya 2.748 m, Lachen bei Regen!
hier zum Foto klicken
Mont Cenis-Hauhechel
-Ononis cristata-
Als wir wieder bei den anderen angekommen sind, hat es zwar zu regnen aufgehört, es ist aber ungemütlich, und Aussicht hat man auch keine. So werden heute keine Landschaftsaufnehmen entstehen, ich fotografiere nur ein paar Blumen. Wir steigen weglos zu einer Stelle an der Straße ab, wo uns der Bus wieder aufnimmt.
 
Wir fahren zurück nach Ordino und sind durch das Wetter so früh, dass wir sogar noch zuerst ins Hotel können, bevor es zum Mittagessen, dieses Mal in das zweite Restaurant der Hauptstraße, geht. Wir sind zwar bisher spanisch und andorranisch bekocht worden, diese Gaststätte gehört aber einem Franzosen, und der will zeigen, dass er besser kochen kann. Wir haben natürlich nichts dagegen.
 
hier zum Foto klicken
Alpen-Aster
-Aster alpinus-
hier zum Foto klicken
Wundklee -Anthyllis
vulneraria ssp. pyrenaica-
hier zum Foto klicken
Rundaugen-Mohrenfalter
-Erebia medusa-
hier zum Foto klicken
Unser Hotel in Ordino
 
hier zum Foto klicken
Das Essen ist bei ASI-Reisen
immer ausgezeichnet
Am späten Nachmittag ist dann wieder Stammtischtreffen vor der anderen Gaststätte, der mit den Sonnenschirmen. Nach und nach wird es immer lauter, aus anfänglichen einzeln abgeschossenen Feuerwerkskörpern wird ein ständiges Schießen. Es gibt heute ein Fest, aber anders als bei uns wird nicht am Tagesende ein Feuerwerk abgeschossen, hier schießt jeder Besucher ständig irgendetwas ab oder wirft Böller. Wir wollen uns das Treiben auf dem kleinen Zentralplatz ansehen. Zu unserem Erstaunen wird dort die Knallerei nicht nur von Erwachsenen betrieben, sondern sogar kleine Kinder betätigen sich als Feuerwerker. Auf die Mitmenschen wird keine Rücksicht genommen, und als uns die ersten Böller um die Beine fliegen, ziehen wir uns doch lieber ins Hotel zurück.
 
Übersicht 1.-2. Tag 3.-5. Tag 6.-8. Tag 9.-12. Tag 13.-15. Tag Druckansicht Home