Peru

Rundreise auf den Spuren der Inka mit Wanderungen in der Cordillera Blanca

Eine ASI-Reise vom 9. bis 30. August 2015

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de


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19.Tag: Donnerstag 27. August
Heute steht uns wieder die lange Busfahrt zurück nach Lima bevor. Da immer noch gestreikt wird, wollen wir wieder sehr früh sein, d. h. um 7 Uhr ist Abfahrt vom Hotel.
 
Wir kommen auch gut durch Huaraz und fahren noch eine ganze Zeit an der Cordillera Blanca entlang, bevor die Straße kurvenreich ins Tal des Rio Pativilca Richtung Pazifik hinabführt. Besonders gut ist mir nicht, irgendwie vertrage ich die Serpentinen nicht. Bis zur Küste halten wir nur noch zwei Mal, zum Einen in dem Ort, wo wir auf der Herfahrt das Obst gekauft haben, dieses Mal allerdings auf der Suche nach einer Toilette. Wir finden auch eine, aber was für eine. Ich beschreibe sie besser nicht. Beim Verlassen des Gebäudes gibt Frauke einer Frau Geld für die Toilette. Das bringt diese auf die Idee, dass man damit Geld verdienen kann, und ab da verlangt sie vom Rest der Gruppe einen Betrag, der gegensätzlich zum Zustand der Toilette ist.
 
Den zweiten Halt gibt es in einem wüstenhaften Gelände, wo Bauern großflächig in vielen Farben ihre Paprika zum Trocknen ausgelegt haben. Leider sind wir hier schon so nah an der Küste, dass es wieder trüb ist, und die Farbenpracht nicht richtig zur Geltung kommt.
 
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Ein letztes Foto von der Cordillera Blanca
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Nur wo es feucht ist,
wächst etwas
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Peperoni werden zum
trocknen ausgelegt
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Peperoni werden zum
trocknen ausgelegt
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Dieses Mal ist das Wetter
besser in Barranca
Die Mittagspause ist wieder in Barranca im gleichen Fischrestaurant wie schon auf der Hinfahrt. Das Essen ist besser als beim ersten Mal (Vorspeise: Süßkartoffeln mit gebratener Seebrasse, Hauptspeise: Fisch im Sud, mit gekochtem Reis mit Meeresfrüchten, Nachspeise: karamellisierter Griespudding). Überraschend verzieht sich der Dunst und es wird klar. Erst jetzt kann man sich vorstellen, warum dies ein bekannter Badeort ist.
 
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In Barranca
 
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An der Küste liegt eine
Hühnerfarm neben der anderen
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Panamericana
 
Durch die Wetterbesserung haben wir dieses Mal auf der Fahrt entlang der Küste wenigstens eine bessere Aussicht. Wir kommen ohne Stau bis in die Außenbezirke von Lima, für die paar Kilometer bis Miraflores brauchen wir dann aber eine ganze Stunde. Wir beziehen das gleiche Hotel, wie schon am ersten Tag, und auch für das Abendessen im Frühstücksraum des Hotels sorgt Aldo wieder selbst.
 
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Pazifikküste
 
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Pazifikküste
 
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Stadtrand von Lima
 
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Ob die Frau das alles
eingekauft hat?
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Wir sind wieder in unserem Ho-
tel mit der schönen Aussicht
Wir legen noch das Programm für den nächsten Tag fest. Laut Ausschreibung sollen die Inkaruinen von Pachacamac besucht werden. Aldo empfiehlt dies aber nicht, da wir schon so viele erstklassige Ruinen gesehen haben, würden diese uns enttäuschen. Als Alternative schlägt er eine Bootsfahrt zu einer vor Lima gelegenen kleinen Insel vor, wo man mit Robben im Meer schwimmen könnte. Bis auf zwei wollen alle anderen das machen, die zwei wollen dann doch lieber nach Pachacamac. Da Andrea und ich auch nicht schwimmen wollen, schließen wir uns den beiden an, obwohl ich Aldo recht geben muss, da ich es von meinem letzten Besuch her genauso sehe.
 
20.Tag: Freitag 28. August
Um 8:30 Uhr soll es losgehen nach Pachacamac. Bis dahin haben wir die zwei anderen überzeugt, doch stattdessen lieber das Goldmuseum in Lima zu besuchen. Als Aldo erscheint, ist er über unseren Sinneswandel erstaunt und meint, wir hätten das gestern Abend sagen müssen, jetzt sei es zu spät. Aber jetzt zeigt sich wie gut unser Aldo ist, er schafft es tatsächlich noch alles umzumodeln. So fahren wir mit ihm durch Lima zum Goldmuseum. Wir bekommen einen ausgezeichneten örtlichen Führer, und bereuen es nicht, die Entscheidung so getroffen zu haben. Das Goldmuseum ist sehr beeindruckend und das nicht nur wegen der vielen goldenen Ausstellungsstücke. Leider darf man darin nicht fotografieren.
 
Nach diesem Besuch fahren wir mit Aldo zurück nach Larco Mar in ein Restaurant, das direkt über der Steilküste liegt. Wir wollen die Spezialität "Spieße mit gegrillten Rinderherzen" probieren. Es schmeckt auch ausgezeichnet, doch dann werden wir beim Essen unterbrochen. Die Beine beginnen zu zittern, und Aldo teilt uns ganz ruhig mit, dass wir gerade ein Erdbeben erleben. Er hat Angst, wir würden mit dem Hang ins Meer stürzen. Peru ist reich an Erdbeben, und später stellt sich heraus, das Zentrum des Bebens war ca. 40 km entfernt und hatte die Stärke von 5,1, dauerte aber nur 11 Sekunden und war damit zu kurz um Schäden anzurichten.
 
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So spart man sich die
Gerüstbaukosten
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Mittagessen mit Aussicht
und Erdbeben
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Die Küste von Larco Mar
 
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In Miraflores
 
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Limas Küste am Abend
 
Danach haben wir frei und nutzen dies für die Promenade von Larco Mar und laufen dann durch die Prachtstraße von Miraflores zum Hotel zurück, wo der Rest der Gruppe von der Bootstour auch zurück ist. Sie fanden es ganz interessant, aber der große Burner war es wohl nicht.
 
Am Abend fahren wir zu unserem Abschiedsessen in ein bekanntes Fischrestaurant, das auf einer Seebrücke im Meer liegt. An den davor geparkten Autos kann man erkennen, wie bekannt es ist. Aber wie das bei solchen Restaurants öfter vorkommt, ist es mehr Schein als Sein. Wir fahren nach dem Essen zurück ins Hotel.
 
21.Tag: Samstag 29. August
Bis 12 Uhr haben wir heute frei. Zum ersten Mal in diesem Urlaub können wir aufstehen, wann wir wollen. Andrea und ich laufen einfach noch ein bisschen durch Miraflores, wie sagt man so schön "die Luft ist raus". Um 12 Uhr checken wir im Hotel aus, gehen dann noch einmal gemeinsam Mittagessen und werden dann zum Flughafen gebracht, wo wir uns von Aldo verabschieden.
 
Um 18:55 Uhr beginnt der 12-stündige Flug nach Madrid. Dieses Mal haben wir keine Dauerbeschallung wie beim Hinflug. Von Madrid geht es dann planmäßig nach Frankfurt weiter, wo wir gegen 18 Uhr am Sonntag landen. Die Weiterfahrt nach Hause mit der S-Bahn wird dann genauso lange dauern wie der Flug von Madrid nach Frankfurt, denn die S-Bahn bleibt unterwegs wegen eines Schadens liegen, aber schließlich kommen wir doch noch zu Hause an.
 
Schlussbemerkung: Hier muss ich sagen, mein Fazit wird anders sein, als das meiner Mitreisenden. Man sieht die Reise doch mit anderen Augen, wenn man sie zum zweiten Mal macht. Die Mitreisenden haben das Wetter als sehr gut empfunden, ich weiß, wie es sonst normalerweise ist, und kann nur sagen, wer kann, sollte vermeiden in einem El Niño Jahr in ein südamerikanisches Land zu reisen, das an den Pazifik angrenzt.
 
Ansonsten hat Peru immer noch eine phantastische Landschaft, unglaublich viele Kulturgüter zu zeigen und ist einfach großartig. Leider wissen das immer mehr Touristen, aber es wäre Egoismus, alleine in diese Länder reisen zu wollen. Mit dem Abstand von 13 Jahren ist mir besonders aufgefallen, dass es den Menschen wohl insgesamt heute besser geht. Wo man damals im Heiligen Tal noch barfuss oder allenfalls mit Sandalen aus Autoreifen herumlief, hat man heute wenigstens Turnschuhe an. Ob man westliche Kleidung als Fortschritt gegenüber der farbigen einheimischen Kleidung ansieht, ist Geschmacksache.
 
Zum Reiseveranstalter ASI möchte ich sagen, ein klasse Reiseanbieter, wenn, ja wenn nicht das Dilemma mit der Sonntagsanreise passiert wäre, die uns um die Zugfahrt mit dem Andean Explorer und den Besuch des Sonntagsmarktes in Chincheros gebracht hat. So etwas Entscheidendes darf nicht passieren! Die Unterkünfte waren für Peru hervorragend, und von ASI wird viel Wert auf gutes Essen gelegt, was ja nichts Schlechtes ist. Dadurch geht aber auch manchmal viel Zeit verloren, die man anderswo noch gerne genutzt hätte. Vielleicht hätte es das eine oder andere Mal auch ein Lunchpaket getan.
 
Zum Programm ist meine Meinung, die Tour im Heiligen Tal zum Steinbruch von Cachicata zu ersetzen, entweder durch den Besuch von Pisac, oder wie es schon früher im Programm war, einer eintägigen Wanderung auf dem Inka Trail nach Machu Picchu.
 
Insgesamt möchte ich zu ASI sagen, trotz des Fauxpas mit dem Termin, wir würden wieder mit ASI reisen, und ein letztes Wort noch zum Reiseleiter, Aldo war ein sehr guter Guide.
 

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