Peru

Rundreise auf den Spuren der Inka mit Wanderungen in der Cordillera Blanca

Eine ASI-Reise vom 9. bis 30. August 2015

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de


Übersicht 1.-3. Tag 4.-6. Tag 7.-9. Tag 10.-12. Tag 13.-14. Tag 15.-18. Tag 19.-21. Tag Druckansicht Home

 
15.Tag: Sonntag 23. August
Da wir heute erst um 6:15 Uhr aufstehen müssen, ist um ein Uhr in der Nacht schon mal Probewecken. In allen Zimmern klingeln die Telefone, morgens weiß dann keiner warum.
 
Wir fahren mit unserem Bus zu einem nicht weit entfernten Dorf auf 3.100 m Höhe. Hier beginnt unsere Eingehtour. Wir laufen durch Bauernland, und da das Wetter wunderbar ist, haben wir auch einte tolle Sicht auf die schneebedeckten Berge der Cordillera Blanca.
 
hier zum Foto klicken
Europäischer und peruanischer
Rucksacktransport
hier zum Foto klicken
Wir werden bestaunt
 
hier zum Foto klicken
Zwei ungleiche Spielkameraden
 
hier zum Foto klicken
Er stellt Adobe-Steine
(Lehmziegel) her
hier zum Foto klicken
Vallunaraju 5.686 m in der
Cordillera Blanca
Nach einer Stunde erreichen wir die Ruinen von Willkawayin auf 3.450 m. Sie stammen aus der Zeit der Wari-Kultur (700-1400 n. Chr.) Zum Tempel gehört auch ein kleines Museum, das Ausgrabungsstücke enthält. Wir legen hier eine Pause ein. Die können wir auch gut gebrauchen, denn obwohl wir inzwischen einigermaßen akklimatisiert sind, strengt das Gehen in Höhen um die 3.500 m doch ganz schön an.
 
hier zum Foto klicken
Ranrapalca 6162 m 
hier zum Foto klicken
Trinkpause
 
hier zum Foto klicken
schöne Blüte
 
hier zum Foto klicken
Cantua buxifolia,
die Nationalblume Perus
hier zum Foto klicken
Grabmal von Wilcawain aus der
Wari-Kultur (700-1400 n.C.)
Wir laufen weiter, immer mit Aussicht über das Tal des Callejón de Huaylas mit dem Rio Santa und zu den Bergen, sowohl der weißen als auch der schwarzen Kordilleren. Obwohl heute Sonntag ist, ist es sehr interessant dem Treiben der Menschen zuzuschauen. Leider schlägt Aldo wieder ein ganz schönes Tempo an. Wir müssen zum Mittagessen pünktlich sein. Es wird eine Pachamanca geben, und die wird kalt und trocken, wenn wir nicht pünktlich sind. Also steigen wir ins Tal ab und laufen bis zum Hotel zurück.
 
hier zum Foto klicken
Blick zur Cordillera Blanca
 
hier zum Foto klicken
Ein Gipfel in der Cordillera Blanca
 
hier zum Foto klicken
Huaraz, das Zermatt Perus
hat 55.000 Einwohner
hier zum Foto klicken
Pachamanca aus dem Erdofen
 
Hier wartet schon wieder unser Bus, und wir fahren in ein Dorf, wo eine Gaststätte darauf spezialisiert ist, Pachamanca zuzubereiten. Diese besteht aus in Blättern gewickeltes Fleisch, diversen Kartoffelsorten, Yuca, Maiskolben und Bohnen. Das Ganze wird im Erdofen unter Verwendung in Feuer erhitzter Steine gegart. Alles eben Aufgezählte wird in einem Korb jeweils für eine Person gereicht. Aldo hat einen Preis für denjenigen ausgelobt, der alles aufisst. Das macht er bei jeder Reisegruppe, er hat den Preis aber noch nie ausgeben müssen. Wir rufen unseren Fahrer dazu, um uns zu helfen, aber trotz seines Riesenappetits ist das auch für ihn zu viel. Zur Krönung gibt es als Nachtisch ebenfalls im Erdofen gegarten und in Blätter gehüllten Griesbrei.
 
Dann fahren wir ins Hotel zurück, kaufen noch Getränke ein, wobei ich entdecke, dass es in Peru sogar Weizenbier gibt. Das Angebot, das Thermalbad von Monterrey zu besuchen, nimmt keiner war. Den restlichen Nachmittag verbringen alle im Gelände der Hotelanlage, und bei der Frage nach dem Abendessen winke ich ab, Pachamanca hat gesiegt.
 
16.Tag: Montag 24. August
Wir fahren heute nach Pitec, das liegt auf 3.860 m Höhe und ist keine 20 Kilometer vom Hotel entfernt. Dafür brauchen wir aber mit unserem chinesischen Bus 1 ½ Stunden was fairerweise aber nicht dem Bus, sondern der wirklich katastrophalen Straße geschuldet ist.
 
Bei bestem Wetter beginnen wir unsere Wanderung zur Lagune Churup. Der Pfad ist im ersten Teil nicht allzu steil, und nimmt erst kurz vor einem Wasserfall an Steilheit zu. Hier machen wir eine kurze Pause, es wird geklärt, ob jemand hier bleiben möchte, oder auch die letzten 80 Höhenmeter in Angriff nehmen will. Alle wollen, aber die paar Höhenmeter haben es dann in sich. Sie führen durch einen Steilhang, der teilweise seilgesichert ist. An und für sich ist das nicht schwierig, aber die Steilheit in Verbindung mit der Höhe bringt uns ganz schön zum Schnaufen.
 
hier zum Foto klicken
Start der Wanderung zur
Lagune Churup
hier zum Foto klicken
Wir nähern uns den
hohen Gipfeln
hier zum Foto klicken
Auf dem Weg zur
Lagune Churup
hier zum Foto klicken
Auf dem Weg zur
Lagune Churup
hier zum Foto klicken
Die Lagune Churup ist erreicht
 
Aber wir schaffen es alle bis zur Lagune auf 4.460 m. Sie liegt wunderschön vor dem 5.493 m hohen Churup. Hier machen wir die Mittagspause, heute haben wir Luchpakete mitbekommen. Danach gehen wir 2/3 des gleichen Wegs zurück, und laufen dann einen Hangrücken hinunter zu unserem wartenden Bus. Die Rückfahrt, obwohl bergab, ist keineswegs schneller. Wir halten wieder am gleichen Laden wie gestern. Die Männer wollen alle mein gestern getesteten Weizenbier kaufen, doch so sehr wir auch suchen, ich habe wohl gestern den ganzen Vorrat aufgekauft.
 
hier zum Foto klicken
Lagune Churup
und Churup
5.495 m
hier zum Foto klicken
Rast mit Aussicht
hier zum Foto klicken
Churup 5.495 m
hier zum Foto klicken
unbekannte Blume
hier zum Foto klicken
Blick zu den Bergen der Codillera Negra
Den Rest des Nachmittags verbringen wir wieder in der Hotelanlage, und heute erscheinen dort auch alle zum Abendessen.
 
17.Tag: Dienstag 25. August
Wecken ist heute um 6 Uhr, 6:30 Uhr Frühstück und um 7 Uhr Abfahrt zur heutigen Wanderung. Zuerst geht es auf guter Straße das Tal des Rio Santa entlang. Wir haben einen schönen Blick auf den Huascarán, der mit 6.768 m der höchste Berg Perus ist. Nachdem wir diesen passiert haben, biegen wir von der Hauptstraße ab und fahren auf einer Piste hinauf in die Berge. Geplant sind 2 ½ Stunden für die Fahrt, aber Aldo hielt ja schon von Anfang an nichts von dem chinesischen Bus, und prompt gibt auf dieser Schlaglochpiste auch ein Stoßdämpfer den Geist auf. So werden es schließlich 3 ¼ Stunden, bis wir zum Startpunkt der Wanderung kommen. Kurz vorher halten wir noch an der Lagune Llanganuco, die mit ihrem türkisfarbenen Wasser ein schönes Fotomotiv darstellt.
 
hier zum Foto klicken
Huascarán Norte 6.555 m (Mitte) Huascarán Sur 6.768 m
(Halbrechts)
hier zum Foto klicken
Cordillera Blanca
 
 
hier zum Foto klicken
Huascarán Norte 6.555 m (links) Huascarán Sur 6.768 m
(Mitte) der höchste Berg Perus
hier zum Foto klicken
Das Tal führt zu den Lagunen
68 und 69
 
hier zum Foto klicken
Wir sind alleine unterwegs
 
 
Wir laufen los, und Aldo schlägt ein Höllentempo ein. Er möchte die verloren Zeit einholen und die im Programm ausgeschriebene Lagune 68 noch toppen, indem er die noch höher liegende Lagune 69 als Ziel ausgibt.
 
Mir ist das Tempo zu schnell, und nachdem ich Aldo sage, dass wir alleine unser Tempo gehen, soweit wir halt kommen, bleiben Andrea und ich zurück. Wir wandern das Tal hinauf und haben jetzt genügend Zeit die umliegenden Berge und vor allem auch Pflanzen zu fotografieren. Als wir kurz vor der ersten Lagune umkehren, treffen wir auf Manfred aus unserer Gruppe, er ist auch umgekehrt und geht mit uns zurück.
 
hier zum Foto klicken
Ein Eisriese schaut hinter
dem Berg hervor
hier zum Foto klicken
In der Cordillera Blanca
 
hier zum Foto klicken
schöne Blüte
 
hier zum Foto klicken
Lupine
hier zum Foto klicken
schöne Blüte
 
hier zum Foto klicken
schöne Blüte
 
hier zum Foto klicken
schöne Blüte
 
hier zum Foto klicken
Steißhuhn
(Familie Tinamidae)
hier zum Foto klicken
Huascarán Süd (links)
und Nord (Mitte)
hier zum Foto klicken
Gipfel in der Cordillera Blanca
 
Der Rückweg wird begleitet vom Ausblick auf den Huascarán. Von der Rückseite aus, sieht er ganz anders aus. Wir lassen uns viel Zeit, genießen das schöne Wetter, und dann versucht Andrea sich noch als Eselsdompteurin. Wieder am Bus angekommen, brauchen wir nicht lange auf die anderen zu warten.
 
hier zum Foto klicken
Wir sind wieder am Startpunkt
angekommen
hier zum Foto klicken
Wer hat vor wem Angst?
 
hier zum Foto klicken
Lagune Oroncocha im
Nachmittagslicht
Auf der Rückfahrt passiert Gott sei Dank nichts mehr, und um 19:50 Uhr sind wir wieder im Hotel.
 
18.Tag: Mittwoch 26. August
Heute ist unser letzter Tag in der Cordillera Blanca. Wir wollen zum Pastoruri Gletscher. Der ist zwar etwas weiter entfernt, die Straße dahin soll aber gut sein. Somit müssten wir eigentlich nicht ganz so früh aufbrechen. Das ist aber weit gefehlt. Gestern Abend hat uns Aldo noch mitgeteilt, dass heute in Huaraz die Minenarbeiter streiken, und bei Streiks geht es in Peru zur Sache, mit Straßensperren usw. Das bedeutet für uns um 4 Uhr Wecken und um 4:45 Uhr Abfahrt, damit wir durch Huaraz kommen, bevor die Streikenden wach sind.
 
Dadurch erreichen wir das Gletschergebiet schon um 7:50 Uhr, noch bevor die ersten Stände am Busparkplatz öffnen. Die Luft hier oben ist so klar, wie ich es bisher ganz selten gesehen habe. Nun folgt ein kurzer aber für mich sehr anstrengender Aufstieg zum Gletscher bis auf eine Höhe von 5.020 m. Obwohl wir ganz langsam gehen, kämpfen in meinem Körper Herz und Lunge um die Vormacht, welches Organ die größere Anstrengung zu leisten hat. Aldo schenkt zum Erfolg über die 5.000 m Grenze Pisco aus.
 
hier zum Foto klicken
Eiswelt um den Pastoruri
Gletscher
hier zum Foto klicken
Ausblick vom Weg zum
Pastoruri Gletscher
hier zum Foto klicken
Pastoruri Gletscher
 
hier zum Foto klicken
Pastoruri Gletscher
 
hier zum Foto klicken
Pastoruri Gletscher 5.024 m
 
Zurück beim Bus fahren wir einige Kilometer zurück und treffen dann auf einen weiteren Höhepunkt der Reise. Hier befindet sich eine der wenigen Stellen, an denen die vom Aussterben bedrohte Riesenbromelie Puya Raimondii noch wächst. Sie wird bis 12 m hoch, und blüht nur einmal in ihrem bis zu 100jährigen Leben.
 
Wir haben Riesenglück, es blühen einige Pflanzen, und das haben wir El Niño zu verdanken. Zum ersten Mal bringt dieses Wetterphänomen etwas Positives für uns mit. El Niño bringt der sonst trockenen Hochebene Perus viel mehr Regen als sonst üblich, und zur Blüte braucht die Pflanze Feuchtigkeit. Es ist beeindruckend, wie klein wir gegen diese Pflanzen sind.
 
hier zum Foto klicken
Aussicht vom Pastoruri
Gletscher aus
hier zum Foto klicken
Riesenbromelie Puya Raimondii
 
hier zum Foto klicken
Riesenbromelie Puya Raimondii
 
hier zum Foto klicken
Riesenbromelie Puya Raimondii
 
Wir hätten gerne mehr Zeit hier verbracht, aber Aldo drängt auf die Rückfahrt. Er hat Angst, wegen des Streiks nicht durch Huaraz zu kommen. Also fahren wir zurück und kommen um die Mittagszeit ohne Streikberührung durch Huaraz. Wahrscheinlich sind die Streikenden beim Mittagessen oder halten Siesta. So sind wir um 13:15 Uhr wieder in der Hotelanlage. Schade dass wir den schönen Nachmittag hier verbringen und nicht in den Bergen. Bis zum Abendessen im Hotel passiert nicht mehr viel.
 

Übersicht 1.-3. Tag 4.-6. Tag 7.-9. Tag 10.-12. Tag 13.-14. Tag 15.-18. Tag 19.-21. Tag Druckansicht Home