Peru

Rundreise auf den Spuren der Inka mit Wanderungen in der Cordillera Blanca

Eine ASI-Reise vom 9. bis 30. August 2015

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de


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13.Tag: Freitag 21. August
Bis auf das Frühstück haben wir dem Hotel nur marginal angemerkt, dass es weniger Sterne hat, als das Upgrade Hotel von der ersten Übernachtung in Cusco. Heute stehen die bei Cusco liegenden Inkaruinen zur Besichtigung an und natürlich Cusco selbst.
 
Wir fahren um 8 Uhr mit unserem Bus als erstes zur direkt über der Stadt liegenden Anlage von Sacsayhuaman. Wir sind hier auch wieder die ersten Besucher, und es ist sehr schön, wenigstens eine Viertelstunde allein mit diesen Zyklopenmauern zu sein. Unglaublich diese Steinverarbeitung und vor allem der Gedanke an den Transport aus den 20 km entfernten Steinbrüchen ohne jegliche Fahrzeuge. Der größte Stein wiegt über 200 Tonnen! Zusätzlich zur gewaltigen Anlage hat man von hier oben einen phantastischen Blick auf Cusco.
 
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Sacsayhuaman
 
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Sacsayhuaman
 
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Sacsayhuaman
 
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Der Stein wiegt über
200 Tonnen
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Cusco von Sacsayhuaman
aus gesehen
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Cuscos Hauptplatz von
Sacsayhuaman aus gesehen
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Cusco
 
Wir fahren weiter nach Qenco. Dies ist ein Heiligtum, das die natürliche Gesteinsformation unter und über der Erde nutzt. Leider darf die Orakelrinne für Flüssigkeiten nicht mehr besucht werden. Die Fußtritte der Besucher schaden der Anlage zu sehr.
 
Weiter geht es zum nur wenige Kilometer entfernten Wasserheiligtum Tambomachay (Bad des Inka). Hier sieht man, wie geschickt die Inkas das Quellwasser in offene Leitungen gefasst haben.
 
Danach fahren wir zurück in die Stadtmitte von Cusco. Von nun an geht es zu Fuß weiter, natürlich zuerst zum Sonnentempel der Inka, oder besser was noch davon übrig ist.
 
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Inkaquellen in Tambomachay
 
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Barnadesia horrida
 
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Innenhof der Kirche
Santo Domingo
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Perfekte Steinmetzkunst in den
Resten des Sonnentempels
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In den Gassen von Cusco
 
Nach einem Erdbeben 1650 haben die Spanier die Klosteranlage Santo Domingo darüber gebaut. Doch das wenige, was noch steht, stellt das perfekteste an Mauerwerkskunst dar, das die Inkas hinterlassen haben. Nach dem Besuch der Anlage essen wir in einer Gaststätte zu Mittag, und anschließend zeigt uns Aldo noch den berühmten 12-eckigen Stein in der ehemaligen Palastmauer, und dann haben wir Freizeit bis zum Abendessen.
 
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Reste der
Palastmauer
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Der 12-eckige Stein in
der Palastmauer
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Weberin im Inkamuseum
 
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Blick zu den Türmen der
Kathedrale
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Kirche La Compania
 
Andrea und ich besuchen das Inka Museum. Aber nach allem was wir bisher über die Inkas gesehen haben, und verglichen mit der Aufmachung des Larco Herrera Museums in Lima, ist dieses Museum hier nicht die wichtigste Sehenswürdigkeit in Cusco. Wir laufen über die Plaza de Armas, und als wir sehen, dass im 1. Stock in einem Café zwei Plätze auf einem winzigen Balkon frei sind, stürmen wir dahin. Es ist der gleiche Balkon, auf dem ich schon vor 13 Jahren saß. Bei einem Glas heißer Schokolade mit Orange genießen wir das bunte Treiben auf dem Platz und die schöne Aussicht von hier oben.
 
Am späten Nachmittag laufen wir durch die schmalen Gassen der Altstadt zurück zum Hotel. Nahezu jedes zweite Haus in Zentrumsnähe enthält ein Verkaufsgeschäft für Touristensouvenirs. Fast alle haben die gleichen Artikel, man fragt sich, wer das nur alles kauft.
 
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Plaza de Armas mit
Kathedrale
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Auf der Plaza de Armas
 
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Altstadt von
Cusco
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Ein Touristenladen liegt
neben dem anderen
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Im Café
 
Vom Hotel aus geht es wieder zur Plaza de Armas in ein Restaurant zum Abendessen. Zum ersten Mal auf dieser Reise landen wir in einem richtigen "Touristenrestaurant" mit einer Folkloregruppe und einem, na ja, nicht so guten Buffet. Sonst passiert an diesem Abend nicht mehr sehr viel.
 
14.Tag: Samstag 22. August
Wir sind es ja schon gewohnt, das frühe Aufstehen im Urlaub, heute um 4:30 Uhr. Um 8:10 Uhr geht unser Flieger nach Lima. Trotz der frühen Uhrzeit gibt es bereits Frühstück im Hotel.
 
Am Gate im Flughafen meint dann noch einer aus unserer Gruppe, man hätte meinen Namen ausgerufen. Ich gehe mit Aldo nachfragen, und richtig, man hat in unserem Hauptgepäck einen verdächtigen Gegenstand entdeckt. In Begleitung eines Wachmanns werden Aldo und ich auf das Rollfeld geführt. Dort bringt man mir Andreas Gepäcktasche, und beim Durchsuchen fördere ich die Sauerstoffflasche aus Chivay zu Tage. Sie war noch nicht leer, und Andrea hat wohl gemeint, man könne sie vielleicht in der Cordillera Blanca noch gebrauchen. Nach diesem Schreck kann es dann losgehen. Wir sitzen auf der rechten Seite im Flieger und haben dadurch während des ganzen Fluges eine Supersicht auf die Anden.
 
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Start nach Lima
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Auf dem Flug nach Lima
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Die Anden vom Flugzeug aus
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Die Anden vom Flugzeug aus
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Fischereiflotte vor Lima
Gegen 9:30 Uhr landen wir in Lima. Dort steigen wir in einen Bus. Bisher sind wir immer Mercedes gefahren, jetzt ist es zu Aldos Leidwesen eine chinesische Marke, hoffentlich hält er durch, meint Aldo. Es liegt jetzt eine 10-stündige Fahrt in die Cordillera Blanca vor uns.
 
Wir verlassen Lima und erschrecken erst einmal über die Außenbezirke der Stadt. Lima ist von einem Gürtel von Armensiedlungen gesäumt. Der Bevölkerungsdruck aus den Anden ist enorm. Jeder möchte in die Stadt, um besser zu leben. Aldo meint, in diesen Armenvierteln sei es immer noch besser als in den Anden, was uns wundert, denn so schlecht kam uns das Leben dort nicht vor.
 
Wir fahren auf der Panamericana die Küste entlang. Seit Lima sind wir wieder im typischen trüben Küstendunst angekommen. Außer einer Pinkelpause an einer Tankstelle fahren wir durch bis Barranca. Dies ist eine bekannte Sommerfrische am Pazifik, die bei diesem Wetter ziemlich trostlos wirkt. Kalt ist es aber nicht, sodass wir auf der Veranda eines Fischrestaurants Seebrasse zu Mittag essen können.
 
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Stadtrandsiedlung von Lima
 
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Auf der Panamericana
 
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Pazifikküste im Dunst
 
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Bei dem Wetter wirkt Barranca
nicht gerade einladend
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Mittagessen in Barranca
 
Danach geht es direkt weiter. Kurz hinter Barranca verlassen wir die Küste und folgen einem Tal immer höher in die Anden. Wo im Talboden ein Fluss fließt, ist das Land sehr fruchtbar. Wir halten noch einmal in einem Dorf, wo Aldo sich als Obstverkäufer versucht. Andrea kauft für sich eine Cherimoya, und ich gönne mir eine Pacay, die wie eine riesige Bohne aussieht, deren Fruchtfleisch aber wie weiße Watte ist, und schön süß schmeckt.
 
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Strand von Barranca
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Eisverkäufer
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Aldo als Obstverkäufer
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Pacay Frucht
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Obst
Als es zu Dunkeln beginnt, gibt es kurz vor Erreichen der Hochebene der Anden noch eine fünfminütige Pause, für die Männer links und für die Frauen rechts der Straße. Wir erreichen schließlich Huaraz im Dunkeln und werden zu unserer Hotelanlage im Vorort Monterrey gebracht. Abendessen gibt es im Hotel. Dann fallen wir nur noch in die Betten. Das Hotel liegt zwar ziemlich nahe an einer Hauptstraße, aber wir sind zu müde, um das noch richtig wahrzunehmen.
 

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