Peru

Rundreise auf den Spuren der Inka mit Wanderungen in der Cordillera Blanca

Eine ASI-Reise vom 9. bis 30. August 2015

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de


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4.Tag: Mittwoch 12. August
Heute steht eine Busfahrt an, das klingt einfach, doch die körperliche Belastung wird deutlich, wenn man bedenkt, gestern Morgen waren wir in Lima auf Meereshöhe, nachmittags in Arequipa auf 2.400 m, und heute fahren wir über einen 4.910 m hohen Pass nach Chivay am Colca Canyon, das auf 3.400 m liegt. Das Wetter heute ist übrigens ausgezeichnet.
 
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Kirche
La Compania
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Plaza de Armas
Bevor wir losfahren, laufen wir noch einmal zur Plaza de Armas und besichtigen die Kathedrale. Allzu viel bietet sie nicht. Im Gegensatz zu gestern ist außer ein paar Reinigungskräften niemand unterwegs.
 
Dann geht es los. Wir haben einen Mercedes Bus für 15 Personen, der für uns völlig ausreichend ist. Wir verlassen die Stadt, umfahren die beiden Vulkane Chachani 6.075 m und Misti 5.822 m. Die Straße führt uns immer höher, bis wir auf 4000 m Höhe auf die ersten Vicuñas treffen. Kurz darauf halten wir in Patahuasi an einer Art Raststätte, um uns mit Tee aus Cocablättern gegen die Höhenkrankheit zu wappnen. Ob es hilft, wir werden es sehen.
 
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Auf der Fahrt ins Hochland
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Vicuñas vor dem Vulkan Misti
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Patahuasi
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Pause mit Coca Tee
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Vicuñas
Danach geht es weiter, immer höher steigt die Straße an. Im Gegensatz zu vor 13 Jahren ist sie in einem guten Zustand und vor allem asphaltiert. Den nächsten Halt haben wir auf dem Patapampa Pass auf 4.910 m Höhe. Neben der dünnen Luft ist es hier empfindlich kühl. Wem es zu kalt ist, kann sich an ein paar Verkaufsständen warme Handschuhe oder Mützen kaufen. Die Aussicht auf die umgebenden Berge ist hier oben großartig. Lange bleiben wir aber nicht, Aldo meint, wir halten auf der Rückfahrt hier noch einmal, dann wird es hoffentlich wärmer sein.
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Vicuñas
 
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Verkaufsstände
auf 4.910 m Höhe
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Der Sabancaya 5.926 m
raucht
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Das Colca Tal und Chivay
 
Von nun an geht es nur noch abwärts bis nach Chivay. Wir fahren direkt zu einem Restaurant am Hauptplatz, wo es ein Mittagsbuffet gibt. Zum ersten Mal wird das Essen von einer Gruppe mit Musik begleitet. Bei meiner ersten Reise gab es das fast immer. Danach geht es zum Hotel, wo wir in kleinen sehr schönen Häuschen untergebracht werden. Viel Zeit haben wir nicht, denn es steht noch eine Wanderung an.
 
Wir werden mit unserem Bus zum Ausgangspunkt in ein Dorf am Rande des Colca Canyons gebracht. Schnell merken wir, dass es ein gewaltiger Unterschied ist auf über 4.000 m Höhe mit dem Bus zu fahren, oder eine zweistündige Eingehwanderung auf dieser Höhe zu machen. Inzwischen sind Wolken aufgezogen, das Wetter ist nicht mehr ganz so gut, und Andrea schafft die Wanderung nur mit Mühe, sie hat starke Kopfschmerzen.
 
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Sie feiern den Beginn der
Pflanz- und Aussaatzeit
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Dorfstraße
 
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Colca Tal
 
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unbekannte Blume
 
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Terrassen im Colca Tal
 
Zurück im Hotel geht es ihr ganz schlecht. Zum Abendessen kann sie nicht mitgehen. Ich gehe zusammen mit Aldo in einer Apotheke eine Sauerstoffflasche für sie kaufen. Ich verzichte auf das Abendessen und beaufsichtige Andrea, damit sie genügend trinkt. Nach der Sauerstoffaufnahme kann sie wenigstens einigermaßen schlafen.
 
5.Tag: Donnerstag 13. August
Das Programm für diesen Tag sieht zwei Punkte vor. Vormittags sollen am Cruz del Condor die riesigen Vögel beobachtet werden, wie sie über einer der höchsten Schluchten der Erde schweben, und nachmittags wird es noch eine Wanderung geben.
 
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Am Rand des Colca Canyons
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Kaktus
Aber zuerst zu den Kondoren. Um 6 Uhr gibt es Frühstück, und um 6:30 Uhr ist Abfahrt. Leider haben sich die gestern Nachmittag aufziehenden Wolken zu einer geschlossenen Wolkendecke entwickelt, und Aldo hat Sorgen, dass es genügend Thermik für die Vögel gibt, sonst fliegen sie nicht. Wir fahren ca. 40 km mit dem Bus über gute Straßen bei schlechtem Wetter. Vor 13 Jahren war es genau umgekehrt, was mir heute viel lieber wäre. Wir halten ein paar Kilometer vor dem Kreuz des Kondors. Die restliche Strecke werden wir zu Fuß am Rande des Canyons 1.200 Meter über dem Colca Fluss entlang wandern. Alle sind dick vermummt, es weht ein kalter Wind. Am Aussichtspunkt angekommen warten wir mit einer ganzen Heerschar von Touristen darauf, dass die riesigen Vögel mit ihrer bis zu drei Meter Spannweite aus den Tiefen der Canyons aufsteigen. Als wir schon gar nicht mehr damit rechnen, erscheint doch noch ein Paar, und es gelingt mir sogar einen der Vögel im Bild festzuhalten. Die Mitreisenden sind begeistert, das ist der Vorteil, wenn man so etwas noch nicht gesehen hat. Ich dagegen denke ständig daran, wie schön es bei meinem ersten Besuch gewesen ist.
 
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1.200 m tiefer
fließt der Rio Colca
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Am Kreuz des Kondors
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Warten auf den Kondor
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Kondor
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Blick über das Colca Tal
Anschließend fahren wir die gleiche Strecke zurück, halten noch an einem schönen Aussichtspunkt über das Colca Tal und besuchen noch einen Touristenmarkt. Wieder in Chivay angekommen, essen wir im gleichen Restaurant zu Mittag wie schon am Vortag, natürlich auch wieder mit der gleichen Musikbegleitung.
 
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Wo eine schöne Aussicht ist,
sind auch Verkaufsstände
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Welche darf es denn sein?
 
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Markthalle in Chivay
 
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Markthalle in Chivay
 
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Sie possiert
für Geld
Als wir wieder ins Freie treten, hat es geregnet. Das ist mehr als ungewöhnlich für diese Jahreszeit. Nun fahren wir in die andere Richtung des Colca Canyons ins Dörfchen Canocota, wo eine 3½ stündige Wanderung startet. Wir steigen bis auf 4.070 m auf, kurz vor dieser Höhe müssen wir die Regenkleidung anziehen, denn es beginnt leicht zu regnen. Von nun an geht es nur noch bergab, trotzdem strengt uns die Höhe noch stark an. Wir wandern bis zu den Thermalquellen von La Calera. Hier will keiner der Gruppe mehr baden, heute Mittag klang das noch ganz anders.
 
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Sie bestaunen die Touristen
 
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Leider ist das Wetter nicht
berauschend
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Hier fließt der Rio Colca noch
zahm im Tal
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In Peru wird Stacheldraht
gepflanzt!
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Thermalquellen von La Calera
bei Chivay
Zurück im Hotel duschen wir erst einmal und gehen dann noch in die Stadtmitte zum Abendessen. Gestern haben Andrea und ich gefehlt, heute sind aber auch nicht alle dabei. Das Programm ist straff, und die Höhe ermüdet doch stark, wir sind halt noch nicht richtig akklimatisiert.
 
6.Tag: Freitag 14. August
Acht Stunden Busfahrt liegen vor uns, deswegen ist wieder um 6 Uhr Aufstehen angesagt. Wir werden heute über die Hochebene des Altiplano nach Puno an den Titicacasee fahren.
 
Erstaunlich, keine Wolke ist am Himmel, als wir mit dem Bus von Chivay aus wieder in Richtung des Patampa Passes starten. Bald merken wir, je höher wir kommen, dass der gestrige Regen hier oben als Schnee gefallen ist. Als wir am Pass auf 4.910 m halten, sind wir die Einzigen hier oben, noch nicht einmal die Verkaufsstände sind besetzt bei dieser Kälte und dem Schnee. Dafür haben wir aber eine grandiose Aussicht in der klaren Luft. Sogar Aldo fotografiert. Es zeugt immer von etwas Besonderem, wenn sogar die Reiseleiter bei so einer Reise fotografieren.
 
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Erstmals haben wir in Chivay
keine Wolken
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Mismi 5.597 m, am Nordhang
entspringt der Amazonas
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Es hat geschneit
 
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Ampato und Sabancaya
 
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Auf dem Patapampa Pass
4.910 m
Als wir in den Bus steigen, und Aldo meinen fragenden Blick die Reifen bereffend sieht, meint er nur, das Wort Winterreifen kenne man in Peru nicht. Nach der nächsten Kurve sieht die Straße eher zum Eislaufen geeignet als zum Befahren mit einem Bus aus. Doch unserer Fahrer schafft es, uns wieder heil zur uns schon bekannten Raststätte in Patahuasi zu bringen.
 
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Und hier mit Sommerreifen
hinunter
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Der Altiplano ist verschneit
 
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Eine Lagune auf dem Altiplano
 
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Flamingos im leicht salzhaltigen
Wasser
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Grabturm in Sillustani
 
Nach einem Coca Tee biegen wir auf die von Arequipa kommende Straße Richtung Titicacasee ein. Die nächsten Stunden fahren wir über die endlose Weite des Altiplanos. Teilweise ist die Landschaft frisch eingeschneit. Trotz der Höhe um die 4.000 m gibt es hier ganz selten Schnee, und wenn doch, verhungern viele Alpaka- und Ziegenherden, wie uns Aldo erzählt. Wir halten an einer kleinen Lagune in deren flachen Wasser Andenflamingos nach Krebsen fischen. Dann erreichen wir die große Lagune Lagunillas. Eigentlich wollten wir hier die Mittagspause machen, doch es stürmt so stark, dass nach ein paar Fotos jeder wieder in den Bus flüchtet.
 
Kurz vor dem Erreichen von Juliaca biegen wir zu den Grabtürmen von Sillustani ab. Auf dem Parkplatz in Sillustani übernimmt uns ein einheimischer Führer mit dem wir zu den berühmten Grabtürmen gehen. Die Anlage stammt aus der Vorinkazeit, wurde aber auch von den Inka noch genutzt. Die Türme liegen sehr schön in die Landschaft eingebettet auf einer Landzunge hoch über dem See Umayo. Leider haben wir für die Besichtigung nur eine Stunde Zeit, wir wären gerne noch etwas länger geblieben.
 
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Grabturm in Sillustani
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Lagune Amayo
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In Sillustani
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Flamingos
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Gehöft bei Sillustani
Von hier aus fahren wir über Juliaca direkt ins Hotel nach Puno am Titicacasee. Das Hotel liegt auf 3.020 m Höhe. Ich bin gespannt, wie wir in dieser Höhe schlafen werden. Andrea und ich schlendern noch durch die Altstadt und können im weniger werdenden Licht noch ein paar schöne Fotos machen. Dann fahren wir mit drei Taxis zu einem sehr bekannten Restaurant, das direkt am See liegt und eine schöne Sicht auf die beleuchtete Stadt bietet. Aber wie das bei "sehr bekannten Restaurants" manchmal so ist, war die Aussicht letztendlich besser als das Essen.
 
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Sie beschützen das Haus
 
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Puno
 
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Frauen in Puno
 
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Kathedrale in Puno
 
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Feierabend auf dem Hauptplatz
von Puno

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