Peru

Rundreise auf den Spuren der Inka mit Wanderungen in der Cordillera Blanca

Eine ASI-Reise vom 9. bis 30. August 2015

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de


Übersicht 1.-3. Tag 4.-6. Tag 7.-9. Tag 10.-12. Tag 13.-14. Tag 15.-18. Tag 19.-21. Tag Druckansicht Home

 
1.Tag: Sonntag 9. August:
Normalerweise gibt es über den 1. Tag einer Fernreise nicht viel zu berichten, da es in der Regel über einen Hinflug nicht viel zu sagen gibt. Dieses Mal sollte das aber anders sein. Wir fliegen mit LAN nachmittags von Frankfurt nach Madrid und dann weiter nach Lima. Dieser Weiterflug hat es aber in sich. Bereits kurz nach dem Start beginnt in der Reihe vor uns die Nottür zu klappern und lässt den Höllenlärm der Triebwerke fast ungehindert ins Flugzeuginnere dringen, was in den vier Reihen vor und hinter der Tür kaum auszuhalten ist. Die Flugbegleiter sind hilflos. Da das Flugzeug ausgebucht ist, können sie keine anderen Plätze anbieten, außer Ohrstöpsel und zwei Kopfhörer übereinander zu tragen, fällt ihnen nichts ein. Ziemlich kleinlaut müssen sie eingestehen, dass der Lärm bis Lima anhalten könne, was dann auch so eintritt.
 
2.Tag: Montag 10. August
Nach einem über 12-stündigen Flug kommen wir fast taub in aller Frühe in Lima an. Nachdem wir unser Gepäck haben und die Einreiseformalitäten sehr schnell erledigt sind, lernen wir unseren peruanischen sehr gut deutsch sprechenden Reiseleiter Aldo kennen. Auf der Fahrt zum Hotel fragt er uns, ob wir von ASI informiert worden sind, dass aufgrund der Anreise am Sonntag die Zugfahrt vom Titicacasee nach Cusco auch Sonntags wäre, Sonntags der Zug aber nicht fahre, und wir statt dessen mit einem Bus fahren müssten. Wir sind nicht informiert, und somit beginnt die Reise gleich mit einer Riesenenttäuschung.
 
Unser Hotel liegt im Nobelbezirk Miraflores. Da die Zimmer zu so einer frühen Zeit natürlich noch nicht zur Verfügung stehen, machen wir einen Spaziergang durch Miraflores zu einem Supermarkt, wo wir neben Getränken auf Anraten Aldos eine Flasche Desinfektionsmittel kaufen. Dieser Rat ist Gold wert, denn während der ganzen Reise wird niemand Magen- Darmprobleme haben.
 
Das Wetter ist diesig, neblig, wie bei uns im November, während wir zum Hotel zurück laufen. Allerdings ist es nicht kalt. Das ist aber normal. Im südamerikanischen Winter gilt für Peru gutes Wetter in den Bergen, Nebel an der Küste. Im Sommer ist es dann umgekehrt. Ebenfalls typisch für Südamerika, so früh am Morgen ist außer Hunden und Katzen kaum jemand auf der Straße.
 
Wieder im Hotel beginnt auch gleich unsere Stadtbesichtigung. Wir fahren mit einem Bus in die Altstadt, laufen zu Fuß durch das alte Zentrum zur Plaza Mayor mit der Kathedrale und dem Präsidentenpalast und besuchen das Franziskaner Kloster.
 
hier zum Foto klicken
In der Altstadt von Lima
hier zum Foto klicken
Kirche La Merced
in Lima
hier zum Foto klicken
Balkone aus der Kolonialzeit
hier zum Foto klicken
Erzbischöfliches Palais
hier zum Foto klicken
Plaza Mayor in Lima
Danach fahren wir zum Larco Herrera Museum, welches einen ausgezeichneten Einblick in die Kunstgeschichte vor allem der Vorinkazeit gewährt. Anschließend geht es in ein kleines Restaurant in Miraflores.
 
hier zum Foto klicken
Präsidentenpalast
hier zum Foto klicken
Kloster
San Francisco
hier zum Foto klicken
Museum Larco Herrera
hier zum Foto klicken
Museum
Larco Herrera
hier zum Foto klicken
Museum Larco Herrera
Dann werden die Zimmer bezogen. Andrea und ich ruhen uns den Rest des Nachmittags aus. Das Abendessen findet heute im Frühstücksraum des Hotels statt. Aldo hat diverse Sachen incl. Wein und Bier eingekauft. Er meint, für einen Restaurantbesuch seien die meisten heute zu müde, und richtig, sogar zum Abendessen im Hotel schaffen es nicht alle. Wir sind übrigens 12 Personen in der Gruppe, 5 Männlein und 7 Weiblein im Alter zwischen 14 und 62 Jahren.
 
3.Tag: Dienstag 11. August
hier zum Foto klicken
Flug Lima - Arequipa
Heute ist ein Ortswechsel von Lima nach Arequipa vorgesehen. Wir werden ihn mit dem Flugzeug durchführen, das bedeutet, bereits um 5:15 Uhr gibt es Frühstück, denn um 6 Uhr ist die Abfahrt zum Flughafen. Wir starten pünktlich und durchbrechen schnell die dicke Nebel- und Dunstschicht, die über der Küste liegt. Ich bin etwas erstaunt, denn nun sollten wir die Anden sehen, doch die sind von Wolken verdeckt. Ich bin schon so oft in dieser Jahreszeit über die Anden geflogen, doch Wolken hatte ich hier noch nie. Als wir nach 1 ½ Stunden Flugzeit zur Landung ansetzen, ist es auch in Arequipa nicht viel besser. Die beiden Hausvulkane von Arequipa -Chachani und Misti- sind in dicke Wolken gehüllt. Aldo meint, das sei El Niño zu verdanken.
 
Auf der Fahrt vom Flughafen in die Stadt halten wir noch an einem Aussichtspunkt. Aldo ist aus Arequipa und seine Mutter hat für die Gruppe sehr gute Sandwichs gemacht. Dadurch sparen wir uns den Restaurantbesuch am Mittag und gewinnen Zeit für die Stadtbesichtigung.
 
hier zum Foto klicken
Randbezirke von Arequipa
 
hier zum Foto klicken
Schlechtes Wetter am
Vulkan Chachani
hier zum Foto klicken
Vulkan Chachani 6.057 m
 
hier zum Foto klicken
Vulkan Misti 5.822 m
 
hier zum Foto klicken
Kakteen in Arequipa
 
Wir werden direkt zum Eingang des Klosters Santa Catalina gefahren für dessen Besichtigung zwei Stunden vorgesehen sind. Das Kloster von 1579 bildet eine Stadt in der Stadt und wird auch heute noch aktiv von Nonnen betrieben. Der öffentlich zugängliche Teil ist für uns sehr beeindruckend. Alles ist bestens in Schuss und die einzelnen Klosterteile sind sehr schön farblich gestaltet.
 
hier zum Foto klicken
Kloster Santa Catalina
 
hier zum Foto klicken
Kloster Santa Catalina
 
hier zum Foto klicken
Kloster Santa Catalina
 
hier zum Foto klicken
Kloster Santa Catalina
 
hier zum Foto klicken
Generalprobe fürs Stadtfest
in Arequipa
Die Zeit ist wie im Flug vergangen, und als wir die Stille des Klosters verlassen, werden wir direkt am Eingang vom Lärm der Stadt empfangen. Aber was ist das für ein Lärm und ein Gedränge! Morgen ist Stadtfest in Arequipa und heute wird der Umzug geprobt. Die ganze Stadt ist in Bewegung, alles drängt Richtung Hauptplatz. Die Straßen sind gefüllt mit unzähligen tanzenden Mädchengruppen, die dazu noch in die farbenprächtigsten Kostüme gekleidet sind. Man kommt sich vor, wie beim Karneval zu Hause. Trotz des Getümmels besichtigen wir noch die Kirche La Compania mit ihrem schönen Innenhofbereich. Wir beschließen jedoch, morgen früh noch einmal wiederzukommen, wenn der Rest der Stadt noch schläft.
 
hier zum Foto klicken
Sie proben den Umzug
hier zum Foto klicken
Kathedrale in Arequipa
hier zum Foto klicken
Ein Schreiber
hier zum Foto klicken
Kathedrale von Arequipa
hier zum Foto klicken
Kathedrale am Abend
Vom Hauptplatz aus laufen wir direkt zu unserem Hotel, unser Gepäck ist bereits da, und wir beziehen die Zimmer. Man bittet uns um Verständnis, das Hotel wird umgebaut und es sei mit etwas Lärm und mit Staub zu rechnen. Leider wird auch das uns zugewiesene Zimmer gerade umgebaut, und so heißt es gleich wieder umziehen.
 
Den Abend verbringen wir in einem von einer Deutschen geführten Restaurant, wo wir den Unterschied zwischen Schweine- Rind- und Alpakafleisch testen. Der Aperitif bleibt der beste Pisco Sour der ganzen Reise.
 

Übersicht 1.-3. Tag 4.-6. Tag 7.-9. Tag 10.-12. Tag 13.-14. Tag 15.-18. Tag 19.-21. Tag Druckansicht Home