D R U C K V E R S I O N 

Nepal - Annapurna Trekking mit Komfort -

Kathmandu, Pokhara und ein Lodge-Trekking im Annapurna Gebiet

Eine Wikinger Reise vom 1. bis 14. November 2013

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de
 


 

Annapurna South

Machhapuchhare

Ich hatte gelesen, dass wer nach Nepal möchte, nicht mehr lange warten soll, da die traditionelle Lebensweise und die religiöse Kultur immer mehr durch den westlichen Lebenswandel abgelöst würden. Außerdem für Wanderer wichtig, immer mehr Straßen und von Planierraupen gezogene Wege würden Pfade und Treppenanlagen ablösen.
 
So haben wir bei Wikinger-Reisen ein "Komfort Trekking" im Annapurna Gebiet gebucht. Komfort Trekking mit Lodge Übernachtungen deshalb, weil wir noch nie in Nepal waren, und es zum Kennenlernen erst mal etwas Einfaches sein soll. Die Reise wird auch nicht in große Höhen führen, aber von unten gesehen, können Berge auch sehr imposant sein.
 
Als Termin haben wir Anfang November gewählt, weil da wenig Regen fällt, und meistens klare Sicht auf die Berge herrschen soll. Außerdem sind die Temperaturen dann noch nicht so niedrig.
 


Panorama mit Annapurna South,
Machhapuchhare und Annapurna IV und II


Sadhu
in Pashupatinath


 
1./3. Tag:
Da es keinen Direktflug von Deutschland nach Nepal gibt, werden wir mit Oman Air über Muscat fliegen. So starten wir abends kurz vor 22 Uhr in Frankfurt, um nach sechs Flugstunden am nächsten Morgen in Oman zu landen. Hier haben wir fünf Stunden lang Zeit, das kleine Terminal ausgiebig zu erkunden und versuchen, unter den Hunderten von Trekking-Touristen zehn zu unserer Reisegruppe gehörende herauszufiltern, bevor es in weiteren drei Flugstunden nach Kathmandu geht.
 
Wir landen gegen 17:30 Uhr. Bis wir unser Gepäck haben, ist es dunkel geworden. Dann werden wir von unserem nepalesischen Reiseleiter Mani begrüßt. Mit ihm kommt ein Schwung Männer, die wir als Trägermannschaft im Verdacht haben, die sich dann aber als Gepäckträger-Bakschisch-Hascher herausstellen. Auf dem Weg zum Hotel halten wir noch in der Stadt, um in einem Dachrestaurant mit Blick auf einen großen Stupa zu Abend zu essen. Mit dem Blick ist das so eine Sache, denn just als wir Platz genommen haben, fällt das Licht in der Stadt aus, was hier nahezu täglich passiert.
 

Auf dem Weg zum
ersten Abendessen
Anschließend fahren wir durch das Chaos der dunklen Stadt ins Hotel Himalaya, und dann heißt es nur noch schlafen, schlafen.
 
Nach einer sehr ruhigen Nacht, die hätten wir in dieser lauten Stadt nie so erwartet, teilen wir das sehr gute Frühstücksbuffet mit vielen Japanern.
 
Danach fahren wir mit einem Kleinbus in den Stadtteil Pashupatinath zum wichtigsten Hinduheiligtum Nepals. Wir beginnen die Besichtigung an den Toten-Verbrennungsstätten am heiligen Fluss Bagmati, streifen dann durch die Tempelanlagen und bestaunen die für uns fremden Sitten und Gebräuche.
 

Am Bagmati-Fluss
in Pashupatinath

Sadhus in Pashupatinath
 

Die Verbrennungsstätten am Bagmati Fluss

Steinverzierung an einem Tempel

Die 11 Chaityas in
Pashupatinath

In Pashupatinath

In Pashupatinath

Man beachte die Kette

Stupa von Boudhanath

Gebetsmühlen

Maitreya-Buddha in der
Tsamchen Gompa

An dem Stupa von
Boudhanath

Stupa von Boudhanath
 

Verkabelung
 

Geflügelverkäufer
 
Von dort fahren wir zum größten Stupa Nepals in Boudhanath. Wir nehmen uns ausgiebig Zeit diesen Bereich kennen zu lernen. Später fahren wir bis kurz vor die Altstadt, so nah wie man mit dem Auto fahren kann. Dann mischen wir uns in das Gewimmel und versuchen zum Durbar Square am ehemaligen Königspalast durchzudringen. So etwas, wie diese Altstadt habe ich auf meinen vielen Reisen noch nicht gesehen, unglaublich!
 

Eine Gaststätte
 

Altstadt von Kathmandu
 

Farben zur
Körper und Kleiderbemalung

Trotz der Enge fahren hier
noch Motorräder

Enger geht es nicht
 

Altstadt von Kathmandu
 

Sadhu am
Durbar Square

Tempel am Durbar Square
 

Tempel am Durbar Square
 

Der Bisnumatifluss ist
voller Müll
Nach dem Mittagessen, wieder in einem Dachrestaurant, fahren wir an den Stadtrand zur Tempelanlage Swayambhunath, wo wir von einer Horde Affen begrüßt werden. Die Tempelanlage liegt auf einem Hügel, sodass man einen schönen Blick auf Kathmandu hat. Auch hier haben wir genügend Zeit uns alles anzusehen. Über eine sehr steile Treppe verlassen wir die Anlage, um dann zum Hotel zurückzukehren.
 

In Swayambhunat
 

Stupa von Swayambhunat

Leider ist es wahrscheinlich
in China hergestellt

Kathmandu von Swayambhunat
aus gesehen
Die Eindrücke heute waren so gewaltig, dass wir alle damit Probleme haben, das Gesehene in Reihenfolge zu bringen. Es war fast zu viel, aber wir haben nur diesen einen Tag für Kathmandu. Andrea und ich haben heute zusammen über 400 Fotos gemacht, das sagt alles.

 

 
4. Tag:
Heute steht ein Ortswechsel nach Pokhara an. Je weiter wir mit unserem Bus in die Außenbezirke Kathmandus und dann auf den "Highway" kommen, umso besser verstehen wir, warum für die 200 km 5 ½ Stunden reine Fahrtzeit angesetzt sind. Unglaublich, unter welchen Umständen wir auf dieser Piste auch noch von den Fahrern der Linienbusse überholt werden. Leider kann man bei dem Geschaukel kaum fotografieren. Man könnte sonst ununterbrochen auf den Auslöser drücken.
 
Nach gefühlter Ewigkeit gibt es eine Toilettenpause, und dann machen wir einen Stopp in einem Straßendorf und können dort unser heutiges Fotodefizit auffüllen. Am ersten Tag wären wir aus dem Staunen nicht herausgekommen, wenn wir das gesehen hätten, aber nach Kathmandu; man gewöhnt sich daran. Hier spielt sich das Leben in einer einzigen Straße ab, mehr Platz gibt es nicht, da hinter den Häusern sehr steile Berghänge liegen. Die Mittagsrast findet in einem kleinen Gartenrestaurant neben der Straße statt. Es ist eine sehr schöne Anlage und entspricht so gar nicht dem, was wir heute an der Straße gesehen haben, passt aber zur Ausschreibung der Reise -Annapurna mit Genuss-. Das Restaurant hat eine interessante Toilettenanlage - die Türen sind nur von außen zu verriegeln, nicht von innen, so kann man nicht alleine gehen, man braucht einen Zusperrer bzw. einen Entriegler.
 

Sieben Stunden für
200 Kilometer

An der Strecke Kathmandu
nach Pokhara

An der Strecke Kathmandu
nach Pokhara

Linienbus
Kathmandu - Pokhara

Typisches Straßendorf
an der Strecke

Typisch sind die vierrädrigen
Verkaufsstände

Mobile Stände vor einem Bus
 

Der Verkauf erfolgt durch
die Fenster

Das ist ein Kaufhaus, hier
gibt es alles

Busfahrerplatz
 

Die Kanalisation fließt offen
in den nächsten Fluss

Halt an einer modernen
Hängebrücke

Der Seti Fluss
 

Verkaufsstand am
Straßenrand

Was Frauen Tragen müssen,
unglaublich
Ein Stück vor Pokhara halten wir noch an einer modernen Hängebrücke, und gegen 16 Uhr erreichen wir das Hotel Kailash Resort in Pokhara. Es bietet guten europäischen Standard, für nepalesische Verhältnisse ist das mehr als Luxus. Es liegt umgeben von Restaurants und typischen Touristengeschäften, fast direkt am Phewa See und vom Flachdach des Hotels kann man den Himalaya ganz nahe sehen.
 
Sehen, da muss etwas über das Wetter gesagt werden. Gestern schien zwar in Kathmandu den ganzen Tag die Sonne, aber von den Bergen haben wir nichts gesehen. Alles war von einer milchigen Dunstschicht umgeben. Wir dachten, das sei der Smog der Stadt, aber während der Fahrt heute war es auch nicht besser. Jetzt in Pokhara bin ich gleich auf das Hoteldach gerannt, aber nichts ist von den Bergen zu sehen. Mani sagt, das Wetter sei ungewöhnlich für November, viel zu warm und keine klare Sicht, schon seit Tagen. Es soll ab morgen aber besser werden, nur dass es nicht regnet stimmt mit den Reiseführen überein.
 
Abends führt uns Mani noch in ein Restaurant. Straßenbeleuchtung gibt es nicht, es wird alles nur von den Beleuchtungen der Geschäfte erhellt. Bei den Artikeln, die diese verkaufen, ist es auch für Mani nicht mehr möglich, zu erkennen welche nicht aus China stammen. Trotz der geringen Arbeitskosten in Nepal, einem der ärmsten Länder überhaupt, wird der Markt von chinesischen Produkten überschwemmt.
 
5. Tag:
Heute soll um 6 Uhr bei Sonnenaufgang vom Hoteldach das wunderbare Himalaya Panorama zu sehen sein. So stolpere ich um 6 Uhr im Dunkeln aufs Hoteldach, Sonnenaufgang ist erst um 6:30 Uhr, aber egal, zu sehen ist sowieso nichts. Im Tal liegt Nebel, und in der Höhe beherrscht der Dunst das Panorama.
 

Durch den Dunst
ein erster Blick auf
den Machhapuchare

Ausfallstraße von Pokhara
Nach dem Frühstück, es ist nicht ganz so gut wie in Kathmandu, aber sehr ordentlich, kann man erstmals die Berge erahnen. Wir fahren zum Begnas-See, wo unsere erste Wanderung startet. Durch Bauernland mit seinen typischen Reisterrassen steigen wir immer höher. Unterwegs werden wir von einer Bauernfamilie auf ihr Grundstück eingeladen. Dort bekommen wir die Zeremonien zum heutigen Feiertag zu sehen, - es ist heute der Tag des Bruders und der Schwester-. Wir wandern zum Gipfel Bergnaskote, - Kote heißt Aussichtspunkt - von hier soll man wunderschön den 8.000er Dhaulagiri sehen, doch weder er noch ein anderer Berg ist im Dunst zu erkennen. Es ist trocken, laut Mani viel zu warm, wir haben 25° Celsius und das im November. Nach einer ausgiebigen Pause steigen wir über einen etwas anderen Weg wieder ab, und erreichen in der Nähe des Ausgangspunktes unseren Bus.
 

Begnas-See im Dunst

schöne Blüte

Pause bei einer Bauernfamilie

Bäuerin vor ihrem Kaffestrauch

Opfergaben mitten auf dem Weg

Hier sollten wir eigentlich die
Berge des Himalaya sehen

Der Blick nach unten ist nicht
ganz so trübe

Schmetterling
 

Reisterrassen
 

Reis
 
Wieder im Hotel in Pokhara gehen wir noch etwas Bummeln, suchen uns dann ein Lokal, heute ohne Mani. Es hat das bisher beste Essen, was aber nicht daran liegt, dass Mani es nicht ausgesucht hat. Als wir wieder das Hotel erreichen und eigentlich schlafen wollen, wird da gerade eine Musikanlage aufgebaut. Und dann geht es los, aber wie! Trotz Ohrenstöpsel ist erst mal nicht an Schlafen zu denken. Irgendwann wird es aber doch ruhig, oder wir sind auch nur zu müde um die Musik noch zu hören und schlafen dann ein.
 

 
6. Tag:
Ein neuer Versuch, um 6:30 Uhr aufs Hoteldach und tatsächlich, ohne Wolken nur durch einen dünnen Dunstschleier hindurch lassen sich die Himalayariesen erkennen, nicht perfekt, aber gegen gestern schon viel besser.
 

Annapurna IV 7.525m
und Annapurna II 7.939m
und Lamjung Himal

Unbekannte Kugelfrucht
 
 

Weltfriedens-Stupa
 
 

Phewa See, Pokhara
und Himalaya
 
Heute Nachmittag soll unser Trekking beginnen, vormittags werden wir aber erst noch von unserem Bus bis auf die halbe Hanghöhe des Weges zum Weltfriedensstupa gefahren, zu dem wir dann aufsteigen. Der Stupa ist erst im 20. Jahrhundert errichtet worden. Von ihm aus bietet sich eines der besten Himalaya Panoramen überhaupt. Wir haben hier zwar keine Traumsicht, sind aber heilfroh über das, wie wir es sehen. Von dem Stupa laufen wir über eine steile Treppenanlage zum Fuß des Berges hinab, wo uns der Bus noch einmal zum Hotel bringt. Wir essen im Hotelrestaurant einen kleinen Imbiss, dann wird unser Gepäck auf das Dach des Busses geladen, und wir fahren ca. 6 Kilometer nach Hemja, wo unser 1 ½-stündiger Aufstieg zur Lodge in Astam beginnt.
 

Panorama von der Weltfriedens-Stupa
 

Trekkingstrecke
Der Aufstieg führt meistens im Schatten durch sehr schönen Wald aufwärts. In der Mittagswärme sind die Berge im Dunst verschwunden, doch kurz vor der Lodge reißt der Himmel auf, und der Machhapuchhare ist zum ersten Mal richtig zu sehen. Die Lodge wurde 1986 von einem Japaner gebaut, ist bestens geführt und bietet eine grandiose Aussicht auf die Annapurna Kette und den Machhapuchhare. Andrea und ich bekommen ein kleines Häuschen zugeteilt, und auch von dort haben wir zum ersten Mal eine Sicht, wie wir sie uns gewünscht haben.
 

 
 

Blick über das Tal des Seti
 

Unbekannte Blüte
im Wald vor Astam

Ein Bauernhof
 

Die Gruppe vor dem
Machhapuchhare

Unbekanntes, aber
interessantes Gewächs

Windenblüte
 

Machhapuchhare im
Abendlicht

Annapurna und Lamjung
Himal am Abend
Nach dem Duschen gehen wir zum Haupthaus hoch, genießen bis zum Sonnenuntergang auf der Terrasse das Panorama und bekommen dann von unserem Guide Mani am Feuer noch einen Vortrag über das nepalesische Kastenwesen und Heiraten gehalten. Mani macht das sehr gut. Er ist im Hauptberuf Lehrer und im Nebenberuf Trekkingführer. Ich lese noch im Gästebuch der Lodge und stelle fest, dass seit September keine einzige Gästegruppe die Berge gesehen hat. Mani meint auf meine Nachfrage hin, ja das Wetter sei sehr schlecht gewesen.
 
Es folgt ein Abendessen mit sehr gutem Buffet und dann kommt noch ein Auftritt der Dorfkinder, die uns ihr Tanzkönnen vorführen (von traditionell bis Michael Jackson). Überhaupt, egal wo man wandert, es scheint immer so, dass überall Kinder Späher ausgesandt haben, die ständig melden, dass Fremde da sind.
 

 
7. Tag:
Eigentlich sollten wir zwei Tage hier bleiben, aber das Programm ist geändert worden. Wir wandern heute schon weiter, und sollen am Ende des Trekkings dafür noch einmal hier eine Nacht verbringen. Warum das so ist, ist uns nicht ganz schlüssig.
 
So wandern wir heute Morgen bei wirklichem Traumwetter in leichtem Auf und Ab mehrere Höhenrücken entlang in Richtung des Dorfes Damphus. Während der ganzen Zeit haben wir einen phantastischen Blick auf die Annapurna Kette mit ihren bis zu 8.091 m hohen Gipfeln und dem Machhapuchhare mit 6.997 m. Die Landschaft, durch die wir laufen, ist eine Bauern-Kulturlandschaft in der einzelne Familien Landwirtschaft für den Eigenbedarf betreiben.
 

Annapurna South 7.219 m
und Hiunchuli 6.434 m
 

Wir wandern den Bergrücken
entlang
 

Schaukel mit Aussicht

Gehöft mit einer Traumaussicht
 
 

Heute wird es eine
Traumwanderung mit
Traumsicht

Tief unter uns liegt ein Dorf
 

Auf schmalem Pfad

Die meisten Felder sind
Reisfelder

Bauernhaus in wunderschöner
Lage

Annapurna I 8.091 m wird
sichtbar
Kurz vor Damphus treffen wir auf drei Jeeps mit unserem Gepäck und bekommen unsere Trägermannschaft vorgestellt. Auf zwei Personen kommt ein Träger, der pro Person 13 kg, also insgesamt 26 kg tragen wird. Wir essen in Dhampus in einer Lodge, wieder mit toller Aussicht, im Freien zu Mittag.
 

Vorrat, Toilette, Stall
alles nebeneinander

Machhapuchhare
 

Schulkinder
 

Immer wieder geht es
über Stufen

Linsen sind zum Trocknen
ausgelegt

Christusdorn
-Euphorbia milii-

Hirseernte
 

Erntereife Hirse
 

Vorstellung der
Trägermannschaft

Das Gepäck wird in die
Tragekörbe verteilt
Anschließend werden wir mit den Jeeps zuerst auf einer unglaublichen Piste und im weiteren auf einer kaum besseren Asphaltstraße nach Naya Pul gefahren. Naya Pul, was ist das? Es ist ein Haltepunkt an der Straße, von wo aus es nur zu Fuß weiter geht. Von hier starten eine Vielzahl von Trekking Routen ins Annapurna Gebiet. Dementsprechend geht es hier zu. Es ist chaotisch, laut, eine Unmenge von Bussen, Lastwagen sonstige Fahrzeuge, und alle zeigen, dass ihre Hupe funktioniert. Das alles auf engstem Raum, dazwischen wird abgeladen, aufgeladen, Trekker, Touristen, Einheimische, Kinder, Hunde, Hühner, alles was sonst noch laufen kann, springt zwischen den Fahrzeugen herum, Essen wird verkauft, und am Rande versuchen wir uns unter den Anweisungen von Mani zu sammeln. Wir schaffen es tatsächlich, dass niemand verloren geht, und starten dann zum zweiten Teil unserer heutigen Wanderung Richtung Birethanti.
 

Gaststätte am Startpunkt
in Naya Pul

Es herrscht Chaos in
Naya Pul

Businsassen
 

Das Hinterrad hängt schon
in der Luft

Hauptstraße von Naya Pul
 
Wir schlagen erst den falschen Weg ein, nämlich den der Annapurna Umrundung, kehren um, irren etwas in der einzigen Gasse von Birethanti herum, um dann doch den richtigen Weg zur außerhalb gelegenen Sanctuary Lodge zu finden. Sie gehört dem Unternehmen Ker & Downy, das mehrere Lodges in Nepal betreibt. Die Lodge ist nicht ganz so aussichtsreich gelegen, was aber nichts macht, denn das Wetter hat sich zugezogen. Wir bekommen unsere Zimmer zugewiesen, und erfahren dann, dass es bei Ker & Downy um 18 Uhr eine Happy Hour gibt. Happy Hour bedeutet hier aber nicht halber Preis, sondern kostenlos. Das Abendessen ist gut, und danach zieht es alle Richtung Bett.
 

Media Markt von Naya Pul
 

Auf dem Weg nach Birethanti
 

Hier würde kein
Wagen helfen

Über den Bergen sind
Wolken aufgezogen

8. Tag:
Heute liegen 6 Stunden Gehzeit und 1.000 Höhenmeter vor uns. Das Wetter ist nicht mehr so gut wie gestern, die Berge haben sich hinter Wolken versteckt, aber es regnet nicht, und kalt ist es auch nicht.
 
Nach dem Frühstück ziehen wir los, zuerst auf einem breiten Fahrweg, zweigen aber bald auf einen Treppenweg ab. Jetzt geht es erst mal über Hunderte von ungleichmäßigen Stufen meistens durch Wald immer höher. Gerade noch rechtzeitig wird der Weg für etwa eine Stunde eben. In diesem Bereich führt er durch terrassierte Landwirtschaft und manchmal sogar direkt durch die Bauernanwesen. Es ist sehr interessant zu sehen, wie die Menschen leben. Hier ist kein Haus mit einem Fahrzeug zu erreichen. Es wird alles von den Menschen getragen, allenfalls können Maultiere beim Transport helfen. Kranke werden im Korb auf dem Rücken zum Arzt transportiert, was bei der geringen Arztdichte auf dem Land mehrere Tage dauern kann.
 

Es ist schon am
Morgen bewölkt

Die Restaurantküche qualmt
 

Unsere Träger kommen nicht
aus Korea

Toilette am Wegesrand
 

Heute geht es über unzählige
Treppenstufen

Kinder
 

Und wieder Stufen

Man erkennt gut, wie steil es ist
 

Eine Hängebrücke
 

Die Spreu wird von den
Linsen getrennt
Nach dem flacheren Teilstück geht es umso steiler nach oben, und dann kommen nur noch Stufen über Stufen. Als wir Ghandruk erreichen, haben wir heute sicher mehrere Tausend Stufen bewältigt.
 
Doch damit nicht genug, Ghandruk besteht aus mehreren Dorfteilen, die alle am Hang liegen, und unsere Lodge "Himalaya" liegt ziemlich am Ende, und somit noch einmal einige Hundert Stufen höher. Die Lodge gehört auch wieder zu Ker & Downy, liegt wunderschön am Ende eines Hangs direkt unter der Südwand der Annapurna. Auf der anderen Seite liegt direkt der Machhapuchhare vor uns. Leider müssen wir uns die Aussicht denken, als wir am frühen Nachmittag ankommen, denn es ist alles von Wolken verhangen.

Unbekannte blaue Blüte

Barfuß mit dem Holzpflug

Maultiere ersetzen den LKW

Man sieht wie
steil es ist

Hotel Sun Rise

Gurken werden auf dem
Dach getrocknet
 

Bei unserer Ankuft in
Ghandruk sind die Berge
verschwunden

In der Himalaya Lodge
in Ghandruk
 

Lampe in der Lodge
 
 
Den Nachmittag verbringt jeder wir er möchte, aber um 18 Uhr sind alle wieder zur Happy Hour versammelt. Das sehr gute Abendessen nehmen wir zusammen mit einer kanadischen Gruppe ein.
 

9. Tag:
Obwohl sich gestern bis es dunkel wurde kein Berg mehr hat sehen lassen, stehe ich heute Morgen wieder um 6 Uhr vor der Tür. So schnell gebe ich die Hoffnung nicht auf, und tatsächlich, der Himmel ist wolkenlos. Was folgt ist ein traumhafter Sonnenaufgang. Die Lodgemannschaft hat dafür Stühle wie im Kino aufgebaut, dazu gibt es Tee, so lässt es sich leben. Trotz der morgendlichen Kühle frühstücken wir im Freien. Ich habe noch niemals mit so einer Aussicht gefrühstückt.
 
Es steht heute nur eine zweistündige Wanderung zum Aussichtspunkt Kimrong an. Näher wie dort kommen wir der Annapurna nicht mehr. Oberhalb von Kimrong liegt noch eine Pagode, von der meiner Meinung nach die Aussicht noch besser ist, aber nach den gestrigen 1000 Höhenmetern möchte außer Andrea und mir niemand mehr dahin.
 

Im Freilichtkino
 

Annapurna South 7.219 m
 

Annapurna South 7.219 m
 

Frühstück im Freien
mit Aussicht

Ausblick von der Lodge
zum Machhapuchhare

Ghandruk
 

Hühnertransport
 

Unbekannte rosa Blüte
 

Schöne Blüte

Die Pagode fällt kaum auf
vor der gewaltigen Eispyramide
So laufen wir auf dem gleichen Weg wieder zurück und schlendern noch durch die Gassen von Ghandruk, sind aber gegen 13:30 Uhr rechtzeitig zur Mittagssuppe mit Frühlingsrolle und Pommes wieder in unserer Lodge. Der Nachmittag steht dann zur freien Verfügung. Ansonsten passiert nicht mehr viel, der inzwischen schon gewohnte Ablauf: Happy Hour, Mani erzählt etwas über Hinduismus und Buddhismus, Abendessen und eine Unterhaltung mit anderen Touristen, dieses Mal einer Gruppe Engländer und einem amerikanischen Paar.
 

Das Tal führt zum Annapurna
Basis Lager

Unbekannte Blüte
 

Gegenverkehr
 

Bauern bei der Arbeit
in Komrong

In Ghandruk
 

In Ghandruk

Happy Hour

Abendessen
Den Nachmittag verbringt jeder wir er möchte, aber um 18 Uhr sind alle wieder zur Happy Hour versammelt. Das sehr gute Abendessen nehmen wir zusammen mit einer kanadischen Gruppe ein.
 

 
10. Tag:
Der nächste Morgen, das Kino ist wieder aufgebaut, aber die meisten Plätze bleiben leer. Einmal dieses Panorama scheint den anderen zu reichen. Ich mache wieder ein paar schöne Fotos, mal sehen ob sie sich von den gestrigen unterscheiden. Wir frühstücken wieder im Freien.
 
Danach geht es bei schönstem Sonnenwetter durch Ghandruk Richtung Birethanti abwärts. Im ersten Drittel ist es der gleiche Weg, den wir vor zwei Tagen aufwärts gingen. Wie leicht sich doch Treppen nach unten laufen. Es geht durch eine interessante Kulturlandschaft. Wir können miterleben wie die Felder bestellt werden. Kurz vor Birethanti hält Mani vor einer besseren Hütte. Wir hätten das Haus niemals als Gaststätte identifiziert, ist es eigentlich auch nicht. Wir essen im Wohnzimmer, und das hoch geschlagene Bettzeug zeigt, dass es auch ein Schlafzimmer ist.
 

Der nächste Morgen, wieder
ein Traumtag

Annapurna South und
Hiunchuli

Schuhe anziehen
muss er noch
lernen

Und immer wieder
Gebetsfahnen

Ausblick auf dem Weg nach
Birethanti

Unsere Träger
 

Bauernhaus mit Gangapurna
im Hintergrund

Beim Abstieg, im Hintergrund
die Gangapurna

Reisterrassen
 

Der Bus hat Speed Control
 
Nach dem Mittagessen überqueren wir auf einer Hängebrücke den Modi Khola, -dieser Fluss entwässert die Annapurna- und anschließend geht es bei großer Wärme noch einmal 600 Meter meistens über Treppen sehr steil nach Chandrakot hoch. Hier liegt unsere nächste Lodge, die Gurung Lodge. Sie gehört der gleichen Gruppe wie die letzten beiden. Damit ist der restliche Tagesablauf vorprogrammiert, Häuschen beziehen, Duschen, Happy Hour usw.
 

Beim Abstieg
 

Weihnachtsstern
 

Schmetterling
 

Bei der Reisernte
 

Das Wasser sieht nicht
ganz sauber aus

Der Korb ist fast
so groß wie der
Kleine

Hängebrücke über den
Modi Khola

Das ist eine
Treppenanlage

Andrea auf der Terrasse
 

In der Gurung Lodge
 

 
11. Tag:
Heute steht eine lange Tour an. Mani hat mitgeteilt bekommen, dass im ganzen Land Generalstreik herrscht. Das bedeutet, es dürfen auch keine Autos fahren. Wer trotzdem fährt bekommt sein Fahrzeug demoliert. Wir sollten eigentlich nur bis Dhampus laufen und den Rest nach Astam Kot gefahren werden, das galt auch für die Träger und das Gepäck. Nun müssen wir die gesamte Strecke zu Fuß zurücklegen. Da die Träger diese Strecke nicht kennen, werden sie mit uns gemeinsam laufen.
 
Zunächst wandern wir durch einen Rhododendron Wald - Rhododendron wird hier baumhoch - 500 m bergauf, bis nach Pothana. Als wir aus dem Wald heraustreten, sind wir alle begeistert. Pothana bietet die bisher beste Aussicht auf die Himalaya Kette, und das bei diesem Traumwetter.
 

Ein letzter Blick zurück, dann
geht es Richtung Pothana
 

Kirschblüten im November
vor der Annapurna
 

Auch im Rhodo-
dendron Wald
gibt es Stufen

Wald aus Rhododendron
Bäumen
 

Der Machhapuchare
schaut über dem
Wald heraus

Machhapuchare und Annapurna
 

Annapurna IV 7.525m
und Annapurna II 7.939 m

Aussicht von Pothana aus
 

Wanderweg mit Aussicht
 

Machhapuchare, Annapurna IV, II und Lamjung Himal
Weiter geht es Richtung Dhampus. Irgendwo vor dem Ort essen wir in einer Lodge zu Mittag. Mani gibt in der Küche an, was ins Essen soll. Er weiß, was uns schmeckt. Danach geht es zügig weiter, zügig deshalb, weil Mani auf jeden Fall bei Tageslicht in Astam Kot ankommen möchte, auch wegen der Träger.
 
Aber die ganze Eile auf diesem Traumpfad wäre nicht Notwendig gewesen. Wir kommen so rechtzeitig in der uns schon bekannten Lodge an, dass wir, bevor wir die Dämmerung und den Sonnenuntergang von der Terrasse aus genießen, sogar noch Zeit für ein Bier haben, und Duschen geht auch noch.
 
Die Programmänderung, hier zum Schluss noch einmal zu übernachten, war richtig. Es ist ein Abschied wie auf einem Tablett serviert. Es stimmt einfach alles.
 

Warten auf die Hühnersuppe
 

Frau mit Erntekorb
 

Dhampus liegt auf einer
Aussichtsterrasse

Das Tal führt nach Pokhara
 

Heute laufen die
Träger mit uns

Baumtomaten -Tamarillo-
 

Gebetesfahne vor der
Annapurna

Unsere Lodge in Astam Kot
 

Der Abend kann kommen
 

Annapurna IV und II und
Lamjung Himal am Abend

 
12. Tag:
Heute steht eine letzte Wanderung an. Wir werden in das Tal des Seti-Flusses absteigen und dann dem Fluss in Richtung Hemja folgen, wo wir vor sechs Tagen das Trekking begonnen haben.
 
Wir wandern durch die Streusiedlung Astam über einen breiten Wirtschaftsweg abwärts, und dann noch zwei Stunden eben am Seti entlang. Nach gestern ist diese Strecke für uns etwas eintönig. So schnell ist man verwöhnt. In Hemja nimmt uns der Bus wieder auf. Es wird zwar immer noch gestreikt, aber heute dürfen wenigstens Touristenbusse fahren.
 

Hibiskus vor der Annapurna

Abstieg von der Lodge

Fast schon
kitschig das Foto

Seti mit Annapurna

Schmetterling

Zum Glück brauchten wir da
nicht hinüber zu
gehen

Lila Blüte

Waschplatz am Fluss

Das Tal des Seti

Sonnenuntergang in Pokhara
Gegen 14 Uhr erreichen wir wieder das Hotel Kailash in Pokhara, sodass jeder noch genug Zeit hat, durch die Stadt zu streifen und letzte Mitbringsel zu kaufen. Für Andrea und mich heißt das, Tee und Himalaya Salz, und dann gehen wir wieder in das gute Lokal von unserem ersten Aufenthalt in Pokhara.
 
13. Tag:
Heute ist unser letzter Tag. Ich gehe um 6:30 Uhr wieder auf das Hoteldach um endlich im dritten Versuch die Berge ohne Dunst fotografieren zu können. Und dieses Mal klappt es. Da wir erst gegen Mittag von Pokhara nach Kathmandu fliegen, nutzen wir die Zeit und laufen die wenigen Meter vom Hotel zum Phewa See, der mit seiner schönen Lage reizvolle Fotomotive hergibt.
 

Phewa See
 
 

Pewha See mit Annapurna
South, Machhapuchare
und Annapurna III

Auch in der Stadt
schleppen die Frauen
schwere Lasten
Um 11 Uhr ist die Abfahrt zum Flughafen. Ja, der Flughafen, er gilt als der Flughafen mit der schönsten Aussicht weltweit, und ist auch sonst ganz interessant, das Gepäck wird mit einer alten Standwaage gewogen, die Personenkontrolle ist ziemlich oberflächlich, es gibt nur einen Laden, der aber nahezu alles verkauft, das Gepäck wird per Handwagen zum Flugzeug gebracht, und die Fluggäste erreichen das 20 Personen Flugzeug zu Fuß über das Rollfeld.
 

Der Flughafen mit der schönsten Aussicht
Nachdem unser Flugzeug mit 1 ½ stündiger Verspätung eintrifft, schaffen wir den Flug nach Kathmandu in 30 Minuten, wenn man bedenkt, wieviel Zeit wir für die Hinfahrt mit dem Bus gebraucht haben, ist das ziemlich kurz. Der Flug bietet eine wunderschöne Sicht auf die Himalaya Kette. In Kathmandu wird unser Gepäck an den Flughafen Bus gehängt, und dann geht es zum inländischen Gepäckband am Rande des Flughafens im Freien!! Dort herrscht das pure Chaos. Jeder versucht irgendwie an sein Gepäck zu kommen, denn ein Band gibt es nicht.
 

Der einzige Laden im Flughafen
 

Pokhara liegt unter uns
 

Ich komme mir vor wie ein VIP
 

Das Schild sagt nichts über
das Chaos aus
Trotz der kurzen Flugzeit müssen wir uns wegen der Verspätung in Kathmandu sputen, denn wir wollen vom Hotel aus noch zu Fuß in die alte Königsstadt Patan (Lalitpur) zum Durbar Square mit dem alten Königspalast und den vielen Tempeln. Wir besichtigen die Anlage im Schnelldurchgang, denn wir haben keine Lust, nachher durch die schmalen unbeleuchteten Gassen zum Hotel zurücklaufen zu müssen. Wir schaffen das auch gerade noch, bevor die Sonne untergeht.
 

Maskenverkauf
in Patan

Durbar Square in Patan
 

Bhai Deval Tempel links,
Hari-Shankar-Tempel Mitte

Am Königspalast
 

Die Himalaya Kette
beim Rückflug
14. Tag:
5:30 Uhr ist heute Frühstück angesagt, und um 6:20 fahren wir zum Flughafen. Dieses Mal haben wir das Glück auf der rechten Seite im Flieger zu sitzen und können somit die Berge sehen. Fast 1 ½ Stunden lang fliegen wir bei wolkenlosem Himmel an der Himalayakette entlang. So wird uns erst richtig bewusst, was dieses Gebirge für ein Ausmaß hat. Wir fliegen wieder mit Zwischenlandung in Oman nach Frankfurt zurück.
 
Als Fazit möchte ich sagen, es war eine phantastische Reise, die unsere Erwartungen bei weitem übertroffen hat. Bei dieser Reise lernt man die Vielfältigkeit Nepals so richtig kennen. Die Berge sind sowieso gigantisch, aber auch das bäuerliche Leben und das Chaos der Städte ist für uns Europäer unheimlich interessant. Durch unseren sehr guten Führer Mani hatten wir zudem auch einen engen Bezug zur einheimischen Bevölkerung, was so auf unseren bisherigen Reisen nicht der Fall war.
 
Diese Reise als Trekkingreise zu bezeichnen, ist unserer Meinung nach nicht ganz richtig. Dafür sind die Wanderungen zu zahm. Folgerichtig bietet Wikinger-Reisen diese Reise im neuen Katalog nicht mehr unter Trekking Reisen sondern unter Fernreisen an.