Namibia - Land der Farben und der Tiere

Eine ASI-Rundreise im Kleinbus mit Wanderungen vom 14. bis 30. August 2017

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de


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14. Tag Sonntag 27. August:
Laut Programm fahren wir heute mit einer Unterbrechung am Versteinerten Wald in 4 ¾ Stunden 323 km in eine Lodge am Rande des Etosha-Nationalparks. So nahe an dem weltberühmten Park und dann nicht hinein, das gefällt uns gar nicht und nach einem Gespräch mit Harold, bietet er uns eine Exkursion mit unserem Bus schon für heute an.
 
Zuerst fahren wir aber um 8 Uhr in 45 Minuten zum Versteinerten Wald. Hier liegen ca. fünfzig 260 Mio. Jahre alte versteinerte Baumstämme, zu denen wir mit einer Führerin laufen. Man kann die Strukturen der Bäume, wie Rinde und Jahresringe noch sehr gut erkennen.

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Ein Baumstamm
im Versteinerten Wald
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Ein Baumstamm
im Versteinerten Wald
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Ein Baumstamm
im Versteinerten Wald
Anschließend geht es weiter bis nach Outjo. Neben Tanken, Toilettenbesuch, Kauf von Wasser und einem Snack als Mittagsessen halten wir uns hier nicht lange auf. Von jetzt an auf Asphalt stoppt uns nichts mehr bis zum Eingang des Etosha Parks. Zum Sonnenuntergang müssen wir den Park wieder verlassen haben. So fährt uns Harold mit großer Geduld auf den vielen Trails immer auf der Suche nach den besten Fotomotiven für uns. Alle Vorankündigungen haben nicht übertrieben, Gott sei Dank wird heute digital fotografiert, sonst wäre es ein teures Vergnügen geworden, die vielen Tiere aufzunehmen. Als wir am Ende der Tour sogar ein Nashorn und einen Elefanten gesehen haben, meint Harold wir hätten heute viel Glück gehabt.
 
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Die ersten Tiere
im Etosha National Park
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Zwei Oryx Antilopen und
ein Schwarznasenimpalabock
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Springbock
-Antidorcas marsupialis-
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Burchells Steppenzebra
-Equus burchellii-
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Springbock
-Antidorcas marsupialis-
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Kuhreiher
-Bubulcus ibis-
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Streifengnus
-Connochaetes taurinus-
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Streifengnus
-Connochaetes taurinus-
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Ein Elefantenbulle
 
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Blick in die Etosha
Pfanne
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Tüpfelhyäne
-Crocuta crocuta-
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Giraffe
-Giraffa camelopardalis-
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Nashorn
 
Kurz vor 17 Uhr verlassen wir den Park und sind 10 Minuten später in der Taleni Etosha Village Lodge, wo wir wie üblich ein kleines Häuschen mitten in der Wildnis zugewiesen bekommen. Zum Duschen ist noch Zeit bevor wir um 19 Uhr das wieder einmal sehr gute Buffet plündern. Neben diversen Sorten Grillfleisch gibt es für mich hier etwas neues, ich esse zum ersten Mal im Leben Schnecken und muss sagen, sie schmecken ausgezeichnet.
 

 
15. Tag Montag 28. August:
Am besten liest man das ASI-Programm nicht zu genau, denn die Wirklichkeit sieht oft anders und meistens besser aus. Wir sollen eigentlich heute Morgen eine fakultative Pirschfahrt für 50 € unternehmen können und anschließend mit unserem Bus noch einmal in den Park fahren. Harold hat aber ein Voucher für eine ganztätige Jeepfahrt für uns, die zudem noch im Gesamtreisepreis enthalten sei, was uns sehr gut gefällt.
 
So steigen wir um 6:15 Uhr (Frühstück war um 5:30 Uhr) verteilt in zwei Jeeps und werden von einheimischen Fahrern durch den Park gefahren. Sie sind per Funk mit anderen Fahrern verbunden und versuchen, uns vor allem Löwen und Elefanten zu zeigen. Als die Meldung kommt, an einem Wasserloch seien Löwen aufgetaucht, fahren wir unangeschnallt im offenen Jeep mit Höchsttempo dorthin. Und wirklich, es ist schon großartig, sogar einen Löwenangriff auf Oryxantilopen live zu erleben. Bis Mittag versuchen wir Elefanten zu finden, was aber nicht klappt.
 
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6:15 Uhr Einfahrt in den
Etosha Park
 
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Giraffe
-Giraffa camelopardalis-
 
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Sie hofft darauf, dass jemand
blind oder zumindest unvorsichtig ist
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Zebras und Giraffen
am Wasserloch
 
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Giraffen am Wasserloch
 
 
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Unser Fingerabdruck ist
der Schwanz
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Löwe
-Panthera leo-
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Burchells Steppenzebra
-Equus burchellii-
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Südlicher Gelbschnabeltoko
-Tockus leucomelas-
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Ruhe vor dem Einzug
der Gladiatoren
Dann werden wir in das Okaukuejo Resort gefahren. In diesem Resort mitten im Park kann man übernachten, es gibt einen Mini-Einkaufsladen, Toiletten usw. Hier müssen unsere Fahrer ihre vorgeschriebene Pause machen. Das Resort liegt direkt an einem Wasserloch, und so schauen wir, ob es da etwas zu fotografieren gibt. Neben den Tieren, die wir schon alle auf Speicherkarte gebannt haben ist nicht viel los. Ich fotografiere noch einen Yellow-Billed Hornbill und will gerade selbst eine Pause machen, als das große Spektakel beginnt. Völlig überraschend erscheinen zwei Trupps von insgesamt 27 Elefanten, die ihren Durst stillen wollen und außerdem ihren Badetag haben. Das Erlebnis ist überwältigend, vor allem die kleinen Baby-Elefanten zu erleben ist herrlich. Pünktlich weiterfahren will jetzt niemand mehr. Schließlich fahren wir doch weiter um uns bis kurz vor Sonnenuntergang noch an der unglaublichen Anzahl der Tiere zu erfreuen.
 
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Einzug der Elefanten
 
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Elefanten am Wasserloch
 
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Gut, dass wir einen
Schnorchel haben
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Untergetaucht bin ich nicht
 
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Elefanten
 
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Giraffe
-Giraffa camelopardalis-
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Schwarznasenimpalas
-Aepyceros melampus petersi-
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Riesentrappe
-Ardeotis kori-
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Strauß mit Jungen
 
Um 17:30 Uhr sind wir wieder in unserer Lodge und um 19 Uhr haben wir das letzte Abendessen der Reise. Zum letzten Mal heißt es, ein namibisches Buffet zu genießen. Ich ersetze heute übrigens die Schnecken von gestern durch die langen Beine der Königskrabben. Auch bekommt Harold heute unseren Dank für seine prima Reiseleitung ausgedrückt.
 
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Zurück in der Taleni
Etosha Village Lodge
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Grillmeister
 
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Nachtisch in der Taleni
Etosha Village Lodge
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Dank an Harold
 

 
16. Tag Dienstag 29. August:
Wir werden heute in gut 5 Stunden 476 km zum Flughafen in Windhoek durchgehend auf Asphalt fahren. Bis Mittag gibt es nur zwei Toilettenpausen, wobei die zweite in einer deutschen Bäckerei mit angeschlossenem Café stattfindet. Im Bus zeigt sich dann, dass kaum jemand ohne Einkauf an der verlockend duftenden Bäckereitheke vorbeigekommen ist.
 
In Okahandja hält Harold noch an einem Markt mit Schnitzereiprodukten. An der Anzahl der Stände merkt man, dass jeder der vom Etosha Park nach Windhoek will, hier vorbei muss. Ein paar aus unserer Gruppe kaufen hier noch letzte Andenken und dann geht es auf direktem Weg zum Flughafen, wo wir bei Sonnenuntergang in den Flieger nach Deutschland steigen.
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Noch einmal ein
großer Termitenhügel
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Die Giraffe haben wir leider
nicht ins Flugzeug bekommen
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Abschied mit Sonnenuntergang
 

 
Fazit:
Wir waren das erste Mal in Namibia, hatten bis dato nur wunderschöne Fotos von diesem Land gesehen und müssen nun sagen, Fotos geben nur in Ansätzen die Schönheit und die Vielfalt des Landes wieder. Man muss es mit eigenen Augen gesehen haben. Hinzu kommt, besonders als Deutscher, dass man in Namibia immer wieder auf die Spuren der deutschen Kolonialzeit trifft, die in Namibia nicht unbedingt nur negativ gesehen wird.
 
Diese ASI-Reise stellt eine gute Mischung aus Komfort, Wandern und Entschleunigung dar. Die Unterkünfte waren erstklassig, das Essen war wie immer bei ASI-Reisen so, dass meine Personenwaage nach der Reise einen Freudensprung nach oben gemacht hat, und drei Kilogramm mehr als vorher angezeigt hat.
 
Einen einzigen Kritikpunkt habe ich zum Veranstalter, die Programmbeschreibung und die Beschreibung der Reise im ausgehändigten Tourenheft stimmte oftmals nicht mit dem tatsächlich durchgeführten Programm überein, wobei letzteres viel besser war als in der Ausschreibung.
 
Unserem Reiseleiter Harold gilt ein besonderer Dank. Er ist flexibel, umsichtig und seine ruhige Art hat sich wohltuend auf die Gruppe ausgewirkt. Außerdem ist er ein sehr guter Autofahrer. Er hat es auch verstanden die langen Fahrten aufzulockern, indem er auf sehr humorvolle Weise über die Traditionen und Rituale seines Stammes, der Herero berichtet hat. Einfach ein super Guide.
 
Die Gruppe hat sehr gut zusammengepasst und, was will man mehr sagen, die Reise kann man uneingeschränkt empfehlen!

 
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