Frankreich - Verschwundene Dörfer im im Nationalpark Mercantour -
Wanderungen in den Seealpen und an der Côte d'Azur bei Nizza

Eine Wikinger Reise vom 7. bis 16. Juli 2012

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de

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3. Tag:

Wanderstrecke für
die nächsten Tage
Heute Morgen werden wir mit unserem kompletten Gepäck in zwei Kleinbussen zum Bahnhof der Pinienbahn gefahren. Andere Züge, als die Pinienbahn zwei Mal am Tag von Nizza nach Digne-les-Bains und zurück, fahren hier nicht ab. Vollbesetzt fährt der Zug mit uns und mit einer Höchstgeschwindigkeit von ca. 50 km/h durch das Tal des Var in die Alpes-de-Haute- Provence.
 
Nach etwa einer Stunde Fahrzeit steigen wir mit unserem Gepäck im mittelalterlichen Entrevaux aus. Das Gepäck wird von der einzigen Bahnangestellten in einem Hinterraum des Bahnhofs deponiert. Dann durchstreifen wir die engen Gassen. Hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Oberhalb der Stadt thront eine Vauban Festung am steilen Hang.
 
Als wir die Mauern der alten Stadt über eine Brücke wieder verlassen, werden wir bereits erwartet. David hat ein Mittagessen auf einem Bio-Bauernhof organisiert. Auch das läuft unter dem Begriff Retrouvance. Der Sohn des Bauern führt uns in einer ¾ Stunde bei großer Hitze durch das Tal zum Hof, wo man bereits auf uns wartet. Wir werden hier 20 Euro für die Verköstigung bezahlen, für das, was man uns an Essen und Getränken aus eigener Herstellung anbietet, ist dies sehr günstig. Uns kommen Bedenken, wie wir nach dem üppigen Essen und dem Alkohol den Rückweg schaffen sollen, aber zu unserer Überraschung werden wir zum Bahnhof gefahren.
 
Pünktlich geht es mit unserem Gepäck und dem heutigen zweiten Zug weiter. David hat den Zugführer informiert, wo wir aussteigen wollen, denn dies ist nur ein Bedarfshaltepunkt. Während der Zug mit unserem Gepäck in einem Tunnel verschwindet, bleiben wir allein zurück, weit weg von Straßen oder ähnlichen Zivilisationseinrichtungen.
 
Nun beginnt unser Trekking. Die nächsten drei Stunden geht es auf einem schmalen Pfad stetig höher, zuerst einem Bachlauf folgend, dann steil hangaufwärts, bis wir nach 500 Höhenmetern die wenigen Häuser von Peyresq erreichen. Dieser Ort war fast schon aufgegeben, bis ihn junge Leute vor ein paar Jahren wieder mit Leben füllten. Unser Gepäck ist auch irgendwie schon hier angekommen, wir bekommen Bettwäsche ausgeteilt und werden in uralten Steinhäusern untergebracht, die aber innen keine Wünsche offen lassen.
 
Das Abendessen wird in einer Gemeinschaftsunterkunft eingenommen, und den Rest des Tages genießen wir auf der Terrasse mit herrlichem Blick über die Landschaft bei Wein und Génépi (Kräuterlikör aus der Ährigen Edelraute). Was will man mehr?
 

Warten auf die Pinienbahn
 

Revest-les-Roches vom
Pinienzug aus gesehen

Entrevaux
 

Entrevaux
 

Entrevaux

Auf dem Bio Bauernhof
 

Transportfahrzeug zum Bahnhof
 

Der Zug verschwindet im Tunnel. Es kann losgehen.

Seealpen Lilie
-Lilium pomponium-

Anfangs ist es sehr steil
 

Die Brücken hat der
Winter zerstört

Marien-Glockenblume
-Campanula medium-

Wir haben den Bach unter
uns gelassen

Peyresq
 

Aussicht von Peyresq aus
 

Peyresq

Abendstimmung in Peyresq

 
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