Indien - Der Norden

Delhi, Agra, Jaipur, Taj Mahal, Nationalparks und ein Trekking im Garhwal Himalaya

Eine Wikinger Reise vom 5. bis 23. November 2014

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de


 
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17.Tag:
Heute fahren wir 180 km bis zur letzten Station dieser Reise nach Jaipur. Außer einem Toilettenstopp wird in fünf Stunden durchgefahren. Die Randbezirke von Jaipur (3 Mio. Einwohner) vermitteln uns das Schlimmste, was wir bisher gesehen haben, Leben auf oder im Müll. Nach einem kurzen Fotostopp am Jal Mahal Palast im Sagar See, fahren wir direkt weiter zum 11 km außerhalb gelegenen Amber Fort. Wir müssen wieder einen zusätzlichen englisch sprechenden Führer nehmen, Sunil warnt uns schon vorher vor einer möglichen Verkaufsfahrt durch den Führer, aber wir werden das dieses Mal zu verhindern wissen. Wir besuchen mit ihm zwei Stunden lang das Fort, wobei der größte Teil der Zeit für seine englischen Erklärungen drauf geht. Es wäre besser, wenn wir selbst durch die imposante Anlage laufen könnten. Als wir dann endlich dafür Gelegenheit bekommen, geht auch noch Renate in dem Gewirr von Räumen und Gebäuden verloren.
 
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Jal Mahal Palast in Jaipur
 
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Amber Fort über dem
Maota See
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Es ist nicht die
Chinesische Mauer
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Amber Fort bei Jaipur (16.Jh.)
 
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Amber Fort bei Jaipur (16.Jh.)
 
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Die Gärten im Maota See
 
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Amber Fort bei Jaipur
(16.Jh.)
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Amber Fort bei Jaipur (16.Jh.)
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Amber Fort bei Jaipur
(16.Jh.)
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Alte Toilettenanalage im
Amber Fort
Nach dem Besuch des Forts fahren wir nach Jaipur hinein, essen in einem Gartenrestaurant zu Mittag. Nachdem was wir sehen, incl. Toilettenanlage, möchte besser keiner einen Blick in die Küche werfen, wir ahnen Schlimmes. Nachdem wir unseren Verkaufsführer ausgetrickst haben, fahren wir in die Nähe des Stadtpalastes zu einer Straße mit vielen Geschäften, um noch eine Stunde shoppen gehen zu können. Leider ist das eine reine Touristeneinkaufsstraße und es ist sehr schlimm, dieses Anmachen, das Abschleppen wollen, der Schmutz um uns herum. Wir haben eine Stunde Zeit, aber als wir etwas früher am Treffpunkt ankommen, sind die anderen schon alle da. Die meisten von uns sind froh, dass es jetzt zum Hotel geht.
 
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Amber Fort bei Jaipur
(16.Jh.)
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Stadttor zur Rosa Stadt
in Jaipur
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Jaipur,
auch pink city genannt
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In Jaipur
 
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In Jaipur
 
Wir werden im Hotel Royal Orchid untergebracht. Das Hotel macht den Eindruck von westlichem Standard, nicht deswegen, wohl eher wegen der Preise führt uns Sunil in ein anderes Hotel zum Abschlussessen. Dort gibt es ein sehr gutes Buffet zu sehr passablen Preisen. Hier ist wirklich alles bestens.
 
18.Tag:
Zum letzten Mal wird heute unser Gepäck in den Bus verstaut. Nach dem Frühstück fahren wir noch einmal in die Innenstadt. Wegen des am Morgen noch guten Lichts wollen wir zuerst den Palast der Winde aufsuchen. Besichtigen kann man ihn nicht, nur ein paar schöne Fotos von außen machen. Er gilt als Beispiel dafür, warum die Innenstadt auch "pink city" genannt wird.
 
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In Jaipur
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Elefant in Jaipur
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Elefanten warten auf Touristen
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In Jaipur
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Müllbeseitigung auf indisch
Dann gehen wir zur Sternwarte Jantar Mantar von 1730. Es ist schon bewundernswert mit welcher Präzision die Anlage damals gebaut wurde. Die Sonnenuhren z. B. geben die Zeit immer noch bis auf 1/10 Sekunde genau an. Wir bekommen in einer Stunde die verschiedenen Instrumente erklärt. Danach laufen wir die wenigen Meter zum gegenüberliegenden Stadtpalast, in dem heute noch der derzeitige Maharadscha wohnt. Man kann die Anlage, bis auf den Innenbereich des Palastes, besichtigen. Leider leidet sie zum Teil doch stark unter der Verschmutzung. Einiges müsste einfach nur mal entstaubt werden. Wir haben aber das Gefühl, wie schon auf der ganzen Reise, das sehen die Inder einfach nicht. Mit einem letzten Puppenspiel endet der kulturelle Teil unserer Reise.
 
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Palast der Winde
in Jaipur
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Schlangenbeschwörer in Jaipur
 
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Alte Sternwarte Jantar Mantar
von 1730
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Stadtpalast in Jai Pur
 
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Stadtpalast in Jai Pur
 
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Stadtpalast
n Jai Pur
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Stadtpalast in Jai Pur
 
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Noch einmal ein Puppenspiel
im Stadtpalast
Dann gibt es nur noch ein Mittagessen in einem Restaurant. Hier könnte der Unterschied zu gestern nicht größer sein, heute ist alles ausgezeichnet. Danach verabschieden wir unsere Mitreisende Renate, sie will noch einige Tage in Südindien verbringen. Wir anderen machen uns mit dem Bus nach Delhi auf.
 
Die Entfernung beträgt rund 200 km, die Straße ist für indische Verhältnisse sehr gut, aber je näher wir uns der 16 Mio. Metropole nähern, umso verstopfter wird sie. Gegen 21 Uhr sind wir in Flughafennähe, essen noch kurz etwas, verabschieden uns dann von unserem super Reiseleiter Sunil, an dem nicht das Geringste auszusetzen war, er war einfach nur gut.
 
Die nächsten viereinhalb Stunden verbringen wir auf dem Flughafen und um 3:30 Uhr hebt unser Flieger pünktlich Richtung Frankfurt ab.
 
Fazit: Schwierig, die Reise war vom Veranstalter perfekt organisiert und abgewickelt. Da gibt es kaum etwas auszusetzen. Indien selbst, man muss es gesehen haben, diese Überbevölkerung, der tägliche Kampf ums Überleben, die Müllprobleme, der Plastikabfall praktisch überall, die fehlende Kanalisation, fehlende Toiletten mit all den daraus resultierenden Problemen, die Wasserverschmutzung außerhalb der Berge und die Verkehrsprobleme. Da fragt man sich schon, ob Indien als Schwellenland zum Industrieland den Übergang wirklich schaffen wird, bei all den Problemen. Und die Inder, sie sind reservierter als zum Beispiel die Nepalesen, vielleicht auch weil die Nepalesen ärmer sind. Es ist in Indien mehr eine Ellenbogengesellschaft, wohl weil es auch so viele Menschen sind, zumindest kommt uns das alles so vor. Und das Land selbst, wir haben nur einen winzigen kleinen Teil im Norden besucht, der landschaftlich sehr schöne Gegenden bereit hält, und im Himalaya phantastisch ist. Die kulturellen Höhepunkte aus vergangenen Jahrhunderten sind beeindruckend und über das Wetter im November können wir nur sagen einmalig.
 
Normalerweise schließe ich bei anderen Reisen ein Fazit sehr oft mit den Worten "wir kommen wieder", bei Indien aber, einmal gesehen haben muss man es, aber wiederkommen, ich weiß nicht.
 

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