Indien - Der Norden

Delhi, Agra, Jaipur, Taj Mahal, Nationalparks und ein Trekking im Garhwal Himalaya

Eine Wikinger Reise vom 5. bis 23. November 2014

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de


 
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13.Tag:
Wir sind in aller Herrgottsfrühe auf dem Bahnhof. Das Chaos ist nicht ganz so schlimm wie in Delhi, aber es ist trotzdem erschütternd zu sehen, wer da in welchem Zustand alles herumliegt, und unter welchen Umständen dort übernachtet wird. Um 6 Uhr ist Abfahrt. Wir wollen bis Delhi mit dem Zug und dann direkt mit einem Bus bis Agra weiter fahren.
 
Der Reiseveranstalter preist die Zugfahrt wie folgt an "Die Fahrt erfolgt am Tag, sodass wir den Übergang zum fruchtbaren Flachland und das Leben in den Dörfern und auf den Feldern gut beobachten können." Da zwei von drei Fenstern wie auf unten stehendem Foto aussehen, wird das etwas schwierig. Wir fahren durch eine Gegend, die von Landwirtschaft geprägt ist, und bei der sich jeder Ort lange vor dem Erreichen mit einer Müllhalde neben den Gleisen ankündigt. Beim Aussteigen herrscht wieder Chaos, weil -typisch indisch- man keine Rücksicht nimmt, und die Einsteigenden nicht warten können, bis die Leute ausgestiegen sind.
 
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Auf dem Bahnhof in Haridwar
 
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Aus der versprochenen Aussicht
wird wohl nichts
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Kühe und Müll
 
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Ankunft in Delhi
 
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Links wird gepinkelt, rechts
wird gekocht
Von jetzt an fahren wir alle in einem größeren Bus, da es sich jetzt nicht mehr um Gebirgsstraßen handelt, und es von Delhi nach Agra sogar eine Autobahn gibt. Und doch ist es anders als bei uns. Der erste Toilettenstopp findet nicht etwa an einer Raststätte statt, nein es wird direkt an der Leitplanke gehalten und nachdem man darüber gestiegen ist, gibt es dahinter eine Toilettenanlage. Die Mittagspause findet auf einer neu gebauten Raststätte statt. Sie ist anscheinend so neu, dass das Personal die Abläufe noch nicht beherrscht. Wer zuerst Essen bestellt, kann es durchaus als Letzter bekommen, sicher ist aber, dass die Getränke zum Schluss kommen.
 
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Nilgauantilope
-Boselaphus tragocamelus-
diekt neben der Straße
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Hochzeit in Agra
Danach sind es noch zweieinhalb Stunden bis Agra. Agra hat 1,6 Mio. Einwohner, und als wir es am frühren Abend erreichen, ist es so dunstig (Smog?), dass wir beschließen, morgen früh erst um 9 Uhr zum Taj Mahal zu fahren, in der Hoffnung, der Dunst hat sich dann etwas gelegt. Die Luft ist sehr schlecht, ständig ist jemand aus der Gruppe am Husten. Zum Abendessen fahren wir in eine Gaststätte, und oh Wunder, hier klappt alles vorzüglich. Auf dem Rückweg halten wir noch an einer Hochzeitsfeierlichkeit, wo Sunil uns an den Eingangswachen vorbei einschmuggelt. Drinnen ist man davon aber nicht so begeistert, und komplimentiert uns höflich wieder hinaus. Für einen Eindruck von dem immensen Aufwand für die Hochzeit hat es aber gereicht.
 
14.Tag:
Heute stehen mit dem Taj Mahal und dem Roten Fort nur zwei Punkte auf dem Programm, aber was für welche! Über eine Agentur muss für heute ein zusätzlicher Reiseleiter genommen werden. Dieser spricht sehr gut deutsch, und Sunil hat uns schon darauf vorbereitet, dass die Agentur zwischen den Sehenswürdigkeiten auf den Besuch einer Marmorschleiferei besteht.
 
Aber jetzt fahren wir erst mal zum Eingang des Taj Mahal. Nachdem wir die strengen Sicherheitskontrollen hinter uns haben, wird es deutlich ruhiger, obwohl wir uns die Besichtigung mit vielen, vielen Anderen teilen müssen. Leider liegt das Bauwerk etwas im Dunst, aber Sunil meint, das sei noch gut so, im Dezember würde es zeitweise im Smog verschwinden. Die etwas trübe Luft ist der Wirkung dieses großartigen Bauwerks aber keineswegs abträgig, dafür ist es einfach zu schön und zu ästhetisch. Fast zwei Stunden stehen zur Besichtigung für uns zur Verfügung. Das mag für ein einziges Gebäude von außen lang klingen, ist es aber nicht. Ich habe noch nie so ein harmonisches Bauwerk gesehen, man kann sich gar nicht genug daran satt sehen.
 
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Haupteingang zum Taj Mahal
 
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Detail vom Eingang
 
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Erster Blick auf
das Taj Mahal
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Taj Mahal
 
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Marmorverzierungen am
Taj Mahal
Beim Verlassen des Geländes ist es ein bisschen wie Spießrutenlaufen vor den Andenkenverkäufern. Anschließend fahren wir zu der schon angekündigten Marmorschleiferei. Wir bekommen die Herstellung der Intarsien gezeigt. Sie sind aus Halbedelsteinen und werden in den Marmor eingelegt. Das ist schon große Handwerkskunst, sogar wir können in den sich anschließenden Verkaufsräumen den Unterschied im Preis zwischen einer 30x30 cm Platte für 200 € oder für 5.000 € erkennen. Es kauft von uns aber letztendlich doch niemand etwas, obwohl wir lange überlegen.
 
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Silberreiher am Taj Mahal
 
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Überfall, jeder hat einen
Verkäufer als Begleiter
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Puppenspieler in Agra
 
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Rotes Fort in Agra
 
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Rotes Fort in Agra
 
Als nächstes wird in einem Gartenrestaurant zu Mittag gegessen. Das Essen wird von Sitar Musik begleitet, die CDs kann man natürlich kaufen, und außerdem findet noch eine Vorstellung eines Puppentheaters statt, die Puppen sind ebenfalls kaufbar.
 
Dann kommt der nächste Besichtigungspunkt, das Rote Fort. Es kann sich natürlich nicht mit der Ästhetik des Taj Mahals messen, wohl aber in den Massen der Besucher, aber es ist dies ebenfalls eine großartige Anlage. Wir sind erstaunt, was man in früheren Jahrhunderten für Bauwerke geschaffen hat, vor allem wenn man es damit vergleicht, was und wie in den letzen Hundert Jahren in Indien gebaut wurde. Die Anlage ist in ihren Ausmaßen gewaltig.
 
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Rotes Fort in Agra
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Rotes Fort in Agra
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Blick zum Taj Mahal
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Rotes Fort in Agra
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Verkehr in Agra
Auf der Rückfahrt zum Hotel müssen wir natürlich noch einmal halten, dieses Mal ist es ein Geschäft für Schmuck und Stoffe. Man kommt sich heute ein bisschen wie auf einer Kaffeefahrt vor, aber so schlimm ist es auch wieder nicht. Wir haben ja Urlaub.
 
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Taj Mahal am Abend
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Das beste Essen der Reise
gibt es in Agra
Am Hotel angekommen überreden wir Sunil noch, mit uns auf die andere Seite des Yamuna Flusses zu fahren, um von dort den Sonnenuntergang am Taj Mahal zu sehen. So verteilen wir uns auf drei Tuk-Tuks und dann geht's im Eiltempo los, da wir ziemlich spät dran sind. Wie soll man die Fahrt beschreiben, es gibt eigentlich nur das Wort unglaublich dafür. Wir kommen gerade noch vor dem Sonnuntergang an, können ein paar Fotos machen, und dann geht es im Dunkeln wieder zurück, noch unglaublicher.
 
Zurück im Hotel wird kurz geduscht, dann fahren wir noch in ein Restaurant, es wird das beste der ganzen Reise sein, und als wir dann im Bett liegen, haben wir einen rundherum großartigen Tag hinter uns.
 

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