Indien - Der Norden

Delhi, Agra, Jaipur, Taj Mahal, Nationalparks und ein Trekking im Garhwal Himalaya

Eine Wikinger Reise vom 5. bis 23. November 2014

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de


 
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3.Tag:
Ab jetzt stehen uns zwei Kleinbusse zur Verfügung, mit denen wir in das ein paar Kilometer entfernte Mapple Leisure Resort gefahren werden. Noch im Dunkeln werden wir auf kleine Häuschen verteilt. Die Zimmer haben einen super Standard. Viel Zeit haben wir aber nicht, denn mit Sonnenaufgang fahren wir mit zwei Jeeps in den Corbett Nationalpark. Freunde hatten uns schon darauf hingewiesen, dass man die indischen Nationalparks auf keinen Fall mit denen in Afrika vergleichen könnte. So sind unsere Erwartungen nicht allzu hoch angesetzt, und das ist auch gut so. Wir fahren durch eine Wald-Park-Landschaft, machen unterwegs Halt an einer Toilette, sehen ein paar Hirsche, ein paar Pfaue und andere Vögel und sogar eine Tigerspur, aber das war es dann auch schon.
 
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Mapple Leisure Resort
 
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Schlafstätte eines
Wanderarbeiters
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Im Corbett Nationalpark
 
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Eine Tigerspur
 
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Die Bäume sind
riesig
Gegen 10:45 Uhr sind wir wieder in der Hotelanlage um ein warmes Frühstück einzunehmen. Allzu viel essen wir nicht, denn um 12:30 Uhr ist schon wieder Mittagessen angesagt. Die weitere Planung sieht am Nachmittag einen weiteren Besuch im Nationalpark vor. Somit haben wir erstmals seit unserer Ankunft ein paar Stunden Zeit für uns. Das bedeutet endlich einmal duschen, und anschließend genießen wir die wirklich sehr schöne Hotelanlage mit Pool und ihrem wunderschönen Blumenbestand.
 
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Blüte in der Lodge
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Hibiskusblüte
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Seerose
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Blüte in der Lodge
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Unsere Unterkunft
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Auf der Fahrt zum
Nationalpark Eingang
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Hanuman-Langur
-Semnopithecus priam-
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Adler
 
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Unser Jeep
 
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Das Chaos ist ausgebrochen
-nicht der Tiger-
Nach dem Mittagessen fahren wir mit unseren Bussen etwas weiter zu einem anderen Eingang des Parks. Die Landschaft im Park ist dieses Mal bergiger, unser Jeep hat gleich mal eine Reifenpanne. Uns wundert wie viele Jeeps hier mit Touristen auf der Suche nach einem Tiger unterwegs sind. Kurz vor der Dämmerung bricht dann das Chaos aus. Angeblich ist ein Tiger gehört oder gesehen worden, und alle Jeeps im Park jagen zu dieser Stelle. Was sich jetzt abspielt ist sehenswert, kreuz und quer wird mit den Fahrzeugen rangiert, alles auf engstem Raum und zwei aus unserer Gruppe, -im anderen Jeep- schaffen es sogar, ein Foto vom Tiger zu machen. Unsere Gruppe hat dieses Glück aber nicht. Mit einbrechender Dunkelheit - um 17:30 Uhr ist es bereits stockfinster - verlassen wir den Park und fahren zur Hotelanlage zurück. Ansonsten passiert heute nicht mehr viel.
 
4.Tag:
Um 7:30 Uhr gibt es Frühstück und um 8:30 Uhr ist Abfahrt. Heute haben wir nur einen Fahrtag, aber was für einen. Circa. 200 km sind es bis in die Vorberge des Himalaya nach Kausani, das bedeutet 6 bis 8 Stunden Fahrzeit über Straßen, die zum Teil so schmal sind, dass man meinen könnte, sie seien einspurig. Einspurig sind sie aber nicht, es kommen uns in halsbrecherischem Tempo LKWs entgegen. Dass das nicht immer gut geht, erleben wir auch. Direkt vor uns ist ein LKW in der Tiefe verschwunden. Nach ein paar Kehren können wir erkennen, dass der LKW mehre Hundert Meter tiefer auf einem Felsvorsprung hängen geblieben ist. Der Fahrer hat wohl bestimmt nicht überlebt.
 
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In Ramnagar
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In Ramnagar
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In Ramnagar
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Obststand in Ramnagar
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Schuhmacher in Ramnagar
Außer Pinkelpausen, einer kurzen Mittagsrast im Wald, gibt es nur am Anfang in Ramnagar zum Tanken und kurz vor dem Ziel in Someshwar einen Halt. Dieser Stopp ist deshalb notwendig, weil es die letzte Möglichkeit ist, Bier einzukaufen. Der heutige Zielort Kausani ist ein heiliger Ort, und in heiligen Orten darf kein Alkohol verkauft werden, geschweige denn in der Öffentlichkeit (hierzu gehört auch der Hotelbereich) getrunken werden. Die Leistung der Fahrer ist nicht hoch genug einzuschätzen, als wir das Hotel Praktiksha in Kausani kurz vor Einbruch der Dämmerung erreichen.
 
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Wühlen im Müll
 
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Matratzenreinigung
 
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Religiöse Stätte
am Straßenrand
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Harzsammlung
an Kiefern
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Schöne, aber uns unbekannte
Frucht
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Auf der Fahrt nach Kausani
 
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Gepflügt wird noch mit
Ochsen und Holzpflug
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Die schwere Arbeit
machen die Frauen
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Erster Blick zum
Garhwal Himalaya
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Die Affen bewachen
das Gandhi Denkmal
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Schneider in Kausani
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Abendessen in Kausani -die
Nacht scheint kalt zu werden-
Hier haben wir zum ersten Mal einen Blick auf die Himalaya Kette. Wir besuchen noch kurz einen Ghandi-Ashram, laufen im Dunkeln noch etwas durch die Kleinstadt, um dann im Hotel zu Abend zu essen. Inzwischen ist es sehr kalt geworden. Wir bekommen deshalb jeder vom Hotelpersonal noch eine Gummiwärmflasche mit aufs Zimmer. Da wir aber zweifeln, ob das zum Wärmen ausreicht, gibt es im Nachbarzimmer noch eine Aufwärmrunde mit dem gekauften Alkohol. So aufgewärmt wird es eine sehr ruhige Nacht.
 
 
5.Tag:
Es steht noch einmal ein Fahrtag an. Zwar sind es nur 120 km, aber die Fahrzeit ist mit 5 bis 7 Stunden angesetzt, unglaublich, aber die Straßen sollen noch schmaler und schlechter als gestern sein. Nach einem Kilometer gibt es den ersten Stopp. Wir wollen Wasser kaufen, aber die Damen der Gruppe haben einen Shop mit Stoffen und Schals entdeckt. Ob das in die Fahrzeit eingerechnet ist? Aber der Halt hat auch etwas Gutes, denn inzwischen hat das Hotel festgestellt, dass Sunil vergessen hat, die Rechnung für die Gruppe zu bezahlen. So muss keine allzu lange Verfolgungsfahrt gestartet werden.
 
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Sonnenaufgang am Trishul
7.120 m
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Blick vom Hotel Pratiksha
auf den Garhwal Himalaya
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Frauen in Baijnath
 
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Baijnath
 
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Shiva Temple von
Baijnath 13.Jh.
Nach nicht allzu langer Fahrt gibt es den nächsten Halt in Baijnath. Dort besuchen wir einen Shiva Tempel aus dem 13. Jh. und nicht weit von der Kleinstadt entfernt noch eine Teeplantage. Dann werden aber erst mal Kilometer oder besser gesagt, wird Fahrzeit hinter uns gebracht. Bis zum Mittag halten wir nur noch einmal in dem Örtchen Gwaldam. Es ist schon interessant zu sehen, wie man hier lebt. Um die Mittagszeit machen wir eine Picknickpause in einem Kiefernwald. Auf der Weiterfahrt fordern die immer schlechter werdenden Straßen einen ersten Tribut in Form einer Reifenpanne. Im letzten größeren Ort vor unserem Ziel werden noch die Küchenmannschaft für unser Trekking aufgenommen, Kartoffeln auf dem Dach deponiert, und dann erreichen wir am Nachmittag unsere Unterkunft in Lohjung. Laut dem Reiseveranstalter ist sie vor einem Jahr renoviert und erweitert worden. Sie sieht aber nicht so aus, und wir sind doch etwas geschockt nach den bisher sehr guten Unterkünften. Aber wir haben wenigstens warmes Wasser.
 
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Shiva Temple von Baijnath
13.Jh.
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Shiva Temple von Baijnath
13.Jh.
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Die Wäsche wird im
Fluß gewaschen
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Beim Friseur
 
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Teeplantage bei Baijanath
 
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Schneider in Gwaldam
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Was wird hier gekocht?
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Ziegen in Gwaldam
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Steineklopferinnen in Gwaldam
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Mittagspause im Wald
Lohjung liegt auf 2.380 m Höhe und ich nutze die Zeit bis zum Sonnenuntergang und mache bei einem Gang durch das Dorf noch ein paar Fotos. Es liegt sehr schön auf einem Bergrücken mit Blick auf den 6.309 m hohen Nandaghunti, wenn nur nicht der ganze Müll überall herumliegen würde. Aber das ist wohl Indien typisch, es scheint in ganz Indien keine Müllabfuhr zu geben.
 
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Auf der Fahrt nach Lohajung
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Unser Guest House
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Nasszellen
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In Lohajung (Lohjung)
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Eine Leiter
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Nandaghunti 6.309 m
Nach dem Abendessen in einem sehr kalten Raum wird umgepackt, denn für das morgige Trekking darf nicht das ganze Gepäck mitgenommen werden. Inzwischen ist es so kalt, dass wir die eigentlich für das Trekking vorgesehen Schlafsäcke schon heute benutzen.

 

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