Ecuador - Anden, Dschungel, Indianer

Eine Wikinger Reise
20. Juli bis 8. August 2006

Ein Reisebericht von Kurt.Merkert@web.de


Übersicht 1. bis 10. Tag 11. bis 20. Tag Ausrüstung Druckansicht Home

 
11. Tag Sonntag
Um 7:20 Uhr wird unser Gepäck mit einer Seilbahn zum Bus jongliert. Heute liegen 149 km vor uns, davon die Hälfte auf Schotterpisten, d. h. wir werden 4 Stunden brauchen. Der Urwald verabschiedet uns und zum ersten Mal haben wir wolkenlosen Himmel.
Die Fahrt führt durch ehemaliges Indianerland. Heute ist dort der Urwald gerodet, und man betreibt kurzfristig Landwirtschaft, bis durch den häufigen Regen alle Nährstoffe ausgewaschen sind, und zum Schluss, wie überall wo vorher Regenwald herrschte, nur Wüste oder bestenfalls Steppe übrig bleibt. Selbst Experten sehen wegen des Bevölkerungsdrucks auf den Urwald und der Ölförderung keine Überlebenschance für den Regenwald in Ecuador.
Wir haben einen kurzen Aufenthalt in Puyo. Hier werden auf einem Markt fast ausschließlich Zuckerrohrprodukte angeboten. Die Mehrzahl aller männlichen Indianer ist alkoholabhängig gemacht worden. Sogar große amerikanische und europäische Konzerne zahlen teilweise die Löhne in Schnaps aus. 1 l Zuckerrohrschnaps kostet 2 $.
Wir fahren das enge Tal des Rio Pastaza bis nach Baños hinauf, das auf 1.800 m Höhe liegt. Bei der Zimmervergabe im Hotel stellt sich heraus, dass Andrea und ich das Gepäck noch einmal 100 m höher schleppen müssen, da unsere Unterkunftshütte in der "4. Etage" am Hang liegt. Die Hotelleitung genehmigt uns wegen der Plackerei den Verzehr der am Hang wachsenden Mandarinen. Leider haben sie das den vor uns da gewesenen Gästen auch schon gesagt.
Nach kurzer Pause nutzen wir den freien Nachmittag zu einem Stadtbummel mit Besuch einer Caférestaurantkneipe. Pünktlich zum Hauptgericht - es ist 15 Uhr - fällt wieder mal ein Tropenschauer auf uns herab. Wir müssen dem Regen trotzen, da das Kneipeninnere nicht für alle Platz bietet. Den Rest des Tages verbringe ich mit Andrea in unserem Adler- äh... Kondornest. Das Abendessen lassen wir wegen neuerlicher Kopfschmerzen bei mir ausfallen.
 
12. Tag Montag
Zum Frühstück - heute erst um 8:45 Uhr - treffen wir uns in einem Frühstückscafé. Es ist sehr gut, mir geht es auch wieder gut, dafür geht es zur Abwechslung jetzt mal Andrea nicht gut, wie es bei dieser Reise eigentlich keinen Tag gibt, an dem es allen gut geht, einer hat immer etwas.
Heute Vormittag steht eine 2 stündige Wanderung oder besser gesagt ein Spaziergang auf der anderen Talseite des Rio Pastaza an. Von dort soll man einen herrlichen Blick auf Baños und den dahinter liegenden Vulkan Tungurahua (5.023 m) haben. Dies ist derjenige, der die Reise kurzfristig infrage gestellt hatte. Wir sind alle gespannt, die andauernden Aschewolkenausstöße zu sehen. Leider schafft es auch eine ¾ stündige Pause nicht, ihn aus den Wolken hervorzulocken. Wir erahnen mehr, denn dass wir es sehen, die alle 5 Minuten über den den Vulkan einschließenden Wolken erscheinenden Aschepilze. Dafür erzeugt das ständige an Donner erinnernde Grollen der Eruptionen bei uns schon ein etwas mulmiges Gefühl.
Am frühen Nachmittag sind wir wieder in der Hotelanlage, wo der Großteil der Gruppe zu einer Wasserfallwanderung aufbricht. Andrea hat inzwischen Fieber, so dass wir in der Hotelanlage bleiben. Als sich gegen Abend die Wolken auflösen, jogge ich noch einmal auf die andere Talseite; jetzt will ich doch noch zu meinem Foto kommen. Als ich endlich den Vulkan sehen könnte, muss ich feststellen, dass sich bis auf eine alle Wolken verzogen haben, nur diese eine umschließt weiterhin den Tungurahua. Somit heißt es ohne Foto wieder zurückzujoggen. Das Abendessen lassen wir wegen Andreas Zustand ausfallen.
 
13. Tag Dienstag
Um 4 Uhr ruft mich Montezumas, oder sollte ich besser sagen, Atahualpas Rache zur Toilette. Um 7 Uhr ist offizielles Frühstück wieder im Café Rio Pan. Es stellt sich heraus, dass ich nicht der einzige mit Darmproblemen bin.
Gegen 8 Uhr fahren wir in den Chimborazo Nationalpark. Aber wie für uns schon gewohnt, ist wieder einer der hohen Vulkane vor Wolken nicht zu sehen, und dieses Mal ist es auch noch der mit 6.310 m höchste Berg Ecuadors, der Chimborazo. Hier soll eine 2½ stündige Wanderung starten. Wegen ihres körperlichen Zustands und auch wegen des garstigen Wetters bleibt die Hälfte der Truppe im Bus und fährt zum Endpunkt der Wanderung.
Der kärgliche Rest ist kaum losgewandert, da fängt es auch noch richtig zu schneien und zu regnen an. Die Temperatur liegt um die Null Grad. Umkehren kann die Gruppe auch nicht mehr, da wir anderen mit dem Bus schon losgefahren sind. Als sie beim Bus eintreffen, gleichen sie eher Mitgliedern einer Survival Tour zum Südpol denn Teilnehmern einer Wikinger Sommerreise nach Ecuador. Sie erzählen, dass sie die ganze Strecke von Einheimischen mit deren Kindern begleitet wurden, denen das Wetter überhaupt nichts ausgemacht hat. Das scheint hier wohl öfter so zu herrschen.
Wir starten sofort nach Riobamba durch, wo wir etwas außerhalb in einer Hacienda untergebracht werden. Am Nachmittag macht der Rest der Gruppe noch eine Stadtbesichtigung von Riobamba, während ich des Öfteren die Toilette besuche. Die kommende Nacht wird sich als die kälteste der ganzen Reise erweisen.
 
14. Tag Mittwoch
Um 5 Uhr aufstehen, 5:40 Uhr Abfahrt zum Bahnhof in Riobamba, warum nur so früh, wenn der Zug erst um 7 Uhr abfährt? Heute steht die berühmte Zugfahrt zur Teufelsnase an, und das scheinen alle Touristen Ecuadors zu wissen. So beginnt der Kampf um die Plätze auf dem Zugdach - in den Waggons will kaum jemand mitfahren - schon eine Stunde vor Abfahrt. Während alle dem Start entgegen frieren, haben Andrea und ich beschlossen erst nach 1½ Stunden in Guamote vom Bus auf den Zug umzusteigen. Da ich mich noch nicht viel besser fühle, weiß ich nicht, ob das Ruckeln des Zugs mich auf eine nicht vorhandene Toilette zwingen würde.
Wir kommen mit dem Bus vor dem Zug in Guamote an, was ich zum Besuch einer Toilette nutze, bevor ein Großteil der Zugreisenden diese einzige Toilettenmöglichkeit der ganzen Fahrt besucht. Wir ergreifen die Gelegenheit, um von den nun nur kurzfristig freigewordenen Plätzen auf dem Zugdach einfach zwei für uns zu ergattern. Die Fahrt erweist sich als nicht ganz so spektakulär wie in den Reiseführern beschrieben.
Sie gleicht eher der Fahrt auf einem Wagen bei einem Karnevalsumzug, denn neben der Strecke tauchen ständig Kinder auf, denen fleißig Süßigkeiten zugeworfen werden, die wiederum von fliegenden Händlern auf dem Zugdach verkauft werden, wie hier oben während der Fahrt so ziemlich alles verkauft wird. Die Fahrkartenkontrolle wird übrigens auch während der Fahrt auf dem Dach vorgenommen. Die Teufelsnase selbst ist ein steiler Felsabhang, der von dem Zug nur geschafft wird, in dem er vor und zurückfährt, und man dabei die Weichen umstellt.
Am Nachmittag geht es bei gutem Wetter nach Ingapirca. Die Fahrt dorthin führt bei bestem Wetter und mit einer Superaussicht über die Panamericana, deren schönster ecuadorianischer Streckenabschnitt es ist. Rechtzeitig bevor wir ankommen, beginnt es wieder zu regnen, so dass wir die Besichtigung der Inkaruinen auf den nächsten Tag verschieben.
Wir werden in einem Landgasthof direkt bei den Ruinen auf 3.020 m Höhe untergebracht. Abends ist es so kalt, dass man in der Gaststätte versucht einen Kamin anzuheizen. Es bleibt aber nur ein Versuch, der Kamin gibt kaum Wärme ab, dafür räuchert er uns um so mehr ein, doch der Stimmung tut das keinen Abbruch; Maria, unsere Kölnerin, zelebriert einen Rheinischen Abend, der uns statt des Kamins so richtig einheizt.
 
15. Tag Donnerstag
Es war gut, die Besichtigung von Ingapirca auf heute Morgen zu verschieben. Wenn auch keine Sonne scheint, regnet es zumindest nicht mehr. Heute sind wieder ein paar von uns krank. Um 7:30 Uhr besuchen wir die Inkaruinen; außer uns ist niemand da. So können wir in Ruhe die Anlage besichtigen. Sie wurde um 1500 auf den Ruinen einer Kultstätte der Cañari errichtet, leider aber über die Jahrhunderte von den Einheimischen zum Bau ihrer Häuser als Steinbruch missbraucht. So sind die Reste des Sonnentempels der für uns sichtbarste Ausdruck der Inkaarchitektur. Doch lassen sich daran immer noch die Perfektion der Steinbearbeitung und die fugenlosen fantastisch zusammengesetzten Mauern bewundern.
Anschließend fahren wir weiter nach Cuenca. Dies liegt nur 60 km entfernt, aber wettermäßig liegen dazwischen Welten. Hier gibt es endlich strahlend blauen Himmel. Wir machen einen ersten Stopp in Ecuadors wohl bekanntester Panamahutmanufaktur, der der Familie Homero Ortega. Dort werden wir in die Kunst der Hutherstellung eingeführt und erfahren, wie aus den Fasern der Carludovica Palme vom Strohhut bis zum "Superfino" alle Qualitätsstufen hergestellt werden. Es kann drei Tage aber auch drei Monate dauern, bis ein Hut fertig ist. Entsprechend liegen die Preise zwischen 30 und 300 $. Einige von uns sorgen dafür, dass Panamahüte nächstes Jahr auch in Deutschland in Mode kommen werden.
Im Hotel sind noch nicht alle Zimmer fertig, und da es Andrea heute ganz schlecht geht, schaffen wir den Abmarsch zur Stadtbesichtigung nicht. So mache ich mich einige Zeit später allein auf den Weg. Cuenca besticht durch die vielen Kirchen mit ihren Türmen, der quadratischen Stadtanlage und den vielen adretten kleinen Kolonialhäusern. Für mich ist es die schönste Stadt Ecuadors. Hier pulsiert das Leben, und doch herrscht nicht die laute Hektik mit den vielen Abgasen, die wir sonst in den anderen großen Städten kennen gelernt haben.
Zum Abendessen gehen wir in eine Gaststätte neben der Kathedrale. Sie wird von vielen Einheimischen aufgesucht. Man versteht auch warum, das Essen ist ausgezeichnet. Andrea konnte nicht daran teilnehmen. Sie wird insgesamt 16 Stunden durchschlafen.
 
16. Tag Freitag
Um 7:30 gibt es Frühstück, und um 8:30 Uhr ist Abfahrt in den Cajas Nationalpark. Kathleen ist so krank, dass sie gar nicht erst mitkommt, und nach dem Start in 4.000 m Höhe kehren ziemlich schnell vier Personen zum Bus zurück, auch ihnen geht es nicht gut. Wir anderen wandern vier Stunden immer knapp über der 4.000 m Grenze vorbei an wunderschönen Lagunen und durch ursprünglichen bis zu 800 Jahre alten Andenhochwald. Der Cajas Nationalpark befindet sich im letzten Gebirgszug der Anden, bevor diese steil zur Küste hin abfallen. Die Landschaft erinnert mich an die Schweiz, nur ist die Vegetation eine völlig andere. Unser Reiseleiter meint, die Gegend sei ein Regenloch, doch hier haben wir endlich strahlend blauen Himmel ohne jegliche Wolken.
Nachmittags fahren wir wieder nach Cuenca zurück. Andrea ist inzwischen soweit hergestellt, dass ich mit ihr die Stadtbesichtigung nachholen kann. Abends gehen wir noch einmal in das gleiche Restaurant wie gestern. Das Essen ist wieder sehr gut. Ein Teil der Gruppe besucht anschließend noch eine Bar, wie man überhaupt sagen muss, dass das Restaurant- und Kneipenangebot in der Altstadt von Cuenca ausgezeichnet ist.
 
17. Tag Samstag
Um 5 Uhr Aufstehen, um 6 Uhr ist bereits die Abfahrt zur Küste angesagt. Heute liegen 7 Stunden Fahrzeit vor uns. Beeindruckend ist der Abstieg von der Küstenkordillere in das Tiefland der Küstenzone. In zwei Stunden Fahrzeit verlieren wir über 4.000 Höhenmeter.
Dann sind wir in der landwirtschaftlichen Superzone Ecuadors angekommen. Die ganze Landschaft ist übersät von Kakao-, Bananen- und Zuckerrohrplantagen. Dazwischen wächst so ziemlich alles, was man an tropischen Früchten und Gemüse kennt. Es ist unglaublich, in welcher Armut die Menschen hier hausen, wohnen kann man dazu eigentlich nicht sagen. Die Eigentumsverhältnisse sind schnell aufgezählt, ein paar wenige Großgrundbesitzer teilen sich den Landbesitz untereinander auf. So gehört die gesamte Kakaoproduktion in Ecuador einer Familie und die Zuckerrohrproduktion einer anderen.
Als wir Guayaquil passieren, wird das Ganze noch schlimmer. Slums wechseln sich mit Wohngebieten der Superreichen ab. Die Slums sind in einem Zustand, dass man gerne davon einmal mehr sehen möchte, weil man sich das einfach nicht vorstellen kann. Unser Reiseleiter sagt uns aber, dass da noch nicht einmal die Polizei hineingeht. Hier herrschen Drogen und Kriminalität. Die Gebiete der Reichen erinnern mich irgendwie an DDR Zeiten. Die Wohngebiete sind von hohen Mauern umgeben, auf denen sich Wachtürme befinden, die mit Sicherheitsdiensten besetzt sind. Man lebt hier in einem goldenen Käfig - also doch keine DDR.
Wir fahren noch 90 km weiter bis nach Playas an die Pazifikküste, wo wir in der Hotelanlage eines Schweizers direkt am Strand untergebracht werden. Den Nachmittag verbringen wir am Strand, weit und breit ist nichts los. Die Wassertemperatur erlaubt baden im Meer, doch darf man nicht tiefer als bis zu den Hüften ins Wasser, da eine sehr starke Strömung herrscht. Als dann die ersten Sanddollars gefunden werden, bricht das große Suchfieber aus.
Abends wird gegrillt, und als wir dann im Dunkeln noch einmal am Strand entlang spazieren, finden wir einen frisch angeschwemmten toten Delfin.
 
18. Tag Sonntag
Um 6:30 Uhr gehe ich mit Frauke an den Strand zum Sanddollar- und Muschelsuchen. Wir wollen nach der Flut die Ersten sein und werden für das frühe Aufstehen auch reichlich belohnt. Frühstück gibt es heute erst um 8 Uhr.
Um 9:30 Uhr fahren wir mit dem Bus ein paar Kilometer an eine Meersbucht nach El Morro. Wenn wir gedacht haben, die bisher gesehene Armut sei nicht zu übertreffen, werden wir hier eines Besseren belehrt. Es ist nicht zu fassen, wie man hier lebt. Wir wollen eine Bootsfahrt zu einer vorgelagerten Vogelinsel machen. Und während unsere Sorge den nicht sehr Vertrauen erweckenden Booten gilt, ist unseres Reiseleiters Sorge ausschließlich darauf gerichtet, dass der Bootsführer nicht betrunken ist und die Fahrt stattfinden kann. Wir haben Glück und sowohl Boot als auch Bootsführer sind in Ordnung.
Wir fahren zuerst durch Mangrovengebiet, sehen einige Delfine und landen nach kurzer Fahrt über das offene Meer an einer Insel an. Wir spazieren zu einer Fregattvogelkolonie. Es ist mehr als beeindruckend, hier Hunderten dieser schönen Vögel im Flug und bei der Balz zusehen zu können. Getrübt wird der Ausflug nur dadurch, dass auch auf dieser Insel große Teile des Mangrovenwaldes künstlichen Becken weichen mussten, in denen Garnelen für den Weltmarkt gezüchtet werden. Durch das tropische Klima erfolgt die Aufzucht mit immensem Einsatz von Chemikalien, was dazu führt, dass das ganze Gebiet so vergiftet wird, dass die Becken nach spätestens 10 Jahren aufgegeben werden müssen. Zurück bleibt dann eine neue Wüstenlandschaft.
Zum heutigen Abschiedsabend gibt es Fisch und Fleisch vom Grill. Da der Schweizer Hotelbesitzer einen Beamer besitzt, kann ich auf dem PC des Reiseleiters eine erste Vorführung der Urlaubsfotos halten. Danach bleibt ein Teil der Gruppe noch bis spät in der Nacht an der Bar.
 
19. Tag Montag
Monika hat als einzige von uns einen Anschlussurlaub auf Galapagos gebucht und hat um 6 Uhr ihren privaten Shuttle zum Flughafen. Für uns andere heißt es heute Vormittag: Ausschlafen, Frühstücken, Strand, Packen und Ausruhen.
Um 14 Uhr steigen wir, wie wir meinen, zum letzten Mal in unseren Bus, um nach Guayaquil zum Flughafen gebracht zu werden. Doch unterwegs müssen noch einmal alle aus dem Bus. Mit einem lauten Knall ist ein Reifen geplatzt. Doch auch diese Situation wird von unserem Fahrer gemeistert, wie er überhaupt während der ganzen Reise die Zuverlässigkeit in Person war.
Bis zum geplanten Abflug gegen 20 Uhr passiert nichts mehr Außergewöhnliches. Als die Maschine dann mit Verspätung abhebt, ist es leider schon so dunkel, dass wir keinen Blick mehr auf die Andenkette erhaschen können.
 
20. Tag Dienstag
Gegen 14 Uhr landen wir in Madrid. Nach der auch auf dem Rückflug alles andere als erstklassigen Verpflegung im Flugzeug, leiste ich mir auf dem Flughafen ein Sandwich, und bekomme durch den horrenden Preis sofort gezeigt, dass wir wieder in Europa sind.
Um 16 Uhr geht es weiter nach Frankfurt, das wir gegen 19 Uhr erreichen. Dank direktem S-Bahnanschluss sind wir noch recht früh am Abend wieder zu Hause.
 
Fazit: Ecuador ist ein sehr interessantes Reiseland, indem man die Kluft zwischen Arm und Reich der Bevölkerung, doch auch den Lebensstil der vielen Bevölkerungsgruppen sehr gut mitbekommt. Die Unterschiede der drei Landschaftszonen Küste, Anden und Urwald sind schon gewaltig, und deren immense Höhenunterschiede verlangen dem Reisenden einiges ab. Leider wollte uns das Wetter keinen Blick auf die hohen Vulkanberge des Landes gönnen, doch am Wetter kann selbst der beste Reiseveranstalter nichts ändern, und an dem war wie auch bei meinen bisherigen Reisen mit ihm nichts auszusetzen.
 
Anmerkung: Eine Woche nachdem wir wieder zu Hause waren, gingen Bilder vom Ausbruch des Vulkan Tungurahua um die Welt. Die Stadt Baños wurde evakuiert, trotzdem gab es Tote, und die ganze Gegend wurde mit einem Ascheteppich zugedeckt. 10 Tage vorher meinten wir noch Pech zu haben, weil wir den Vulkan nicht sehen konnten, doch so schnell kann sich Pech als Glück herausstellen.
 
 

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